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30 Mai 2024 12:02Klein Bentheimer Landsch Bearbeitet

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RPL-Tag 2024 in Dörverden
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75. Heidschnuckentag in Müden
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75. Tag der Heidschnuckenzüchter
/strong>am 11. Juli 2024 in Müde [ ... ]

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Niedersächsische Schaftage 2024
07 Feb 2024 12:57

Niedersächsische Schaftage vom 01. - 03. August 2024 in Wüsting 
In den letzten Jahren haben [ ... ]

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Lehrfahrt 2024 Irland - Grüne Insel...
17 Jan 2024 13:15Lehrfahrt 2024 Irland - Grüne Insel im Atlantik

 Lehrfahrt 2024 - die Fahrt ist ausgebucht     Die diesjährige Lehrfahrt geht [ ... ]

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Ausbildungsberuf des Tierwirt Fachr...
12 Jan 2024 14:31

Aktuell ist ein erheblicher Bedarf an Nachwuchskräften in der Berufsausbildung Schäfer*in festzu [ ... ]

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Im Rahmen der Agrarmesse IGW in Berlin führte die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) erstmals eine bundesweite Schau für Zuchtböcke aller in Deutschland gehaltenen Schafrassen durch.
107 Züchter hatten 210 Zuchtböcke aus 39 Rassen angemeldet. Mit 51 Zuchtböcken aus 12 Rassen stellte Niedersachsen das größte Kontingent der Bundesbockschau. 22 Züchter der Verbände Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems, Landesschafzuchtverband Niedersachsen und Verband Lüneburger Heidschnuckenzüchter hatten sich auf den Weg nach Berlin gemacht. Die Zuchtböcke wurden in drei Rassegruppen eingeteilt und in jeweilWS WKF-Martenss 20 Klassen gerichtet.
 
Im ersten Rasseblock waren drei Merinorassen und elf Fleischschafrassen zusammengefasst. Die Züchter Schmidt aus Berne und Martens aus Jade stellten die drei Klassensieger bei der Rasse Weißköpfiges Fleischschaf. Die beiden Böcke von Avramut-Lampe erreichten hier jeweils eine Ib-Platzierung. Bundessieger wurde ein rahmiger und gut bemuskelter dreijähriger Bock von Schmidt. Der Züchter wurde mit einer bronzenen Plakette des nds. Ministers ausgezeichnet. Der Ia-Bock von Martens wurde zum Wollsieger dieser Rasse bestimmt, wofür es eine silbernen Preismünze der LWK und eine Plakette des Bundesverbandes gab.
 
BS Bundeschampion BLS SchmitzDie meisten Zuchtböcke gehörten zur Gruppe der Landschafrassen der Heide, Moore und Küste. Die sechzehn Böcke der Rasse Bentheimer Landschaf kamen allesamt aus dem Ursprungsgebiet der Rasse. Schmitz aus Sögel, Melbaum aus Haselünne, de Lange aus Isterberg und Hof Blekker aus Uelsen stellten die vier Klassensieger. Im weiteren Verlauf wurden die Ia-Böcke von Schmitz und de Lange Bundessieger und der Bock von Schmitz sogar Bundeschampion. Die Züchter wurden mit der bronzenen / silbernen Plakette des nds. Landwirtschaftsministeriums geehrt. Der Züchter Mersch, Bad Bentheim, präsentierte den Wollsieger bei dieser Rasse und erhielt eine bronzene Preismünze der LWK. Insgesamt machte die Kollektion der Bentheimer Böcke einen guten züchterischen Eindruck und erhielt von den Preisrichtern Schröder, Schleswig-Holstein und Schmidt, Weser-Ems, sowie den Fachleuten aus dem In- und Ausland größte Anerkennung.
GGH 2
Acht Böcke der Rasse Graue Gehörnte Heidschnucke waren auf der Bundesschau vertreten. Der Bock von Oehlerking  aus Bad Fallingbostel erreichte einen dritten Platz. Ein fünfjähriger Zuchtbock der Rasse Weiße Hornlose Heidschnucke von Teerling, Sulingen, wurde zweiter seiner Altersklasse. Erfreulich groß war die Konkurrenz bei der Weißen Gehörnten Heidschnucke. Die Zuchtbetriebe Beckers und Heftrich-Beckers aus Wittmund stellten zwei der drei Klassensieger. Der dreijährige typvolle Bock von Heftrich – Beckers setzte sich noch in drei weiteren Wettbewerben durch und wurde als Regionenchampion zum drittbesten Bock der gesamten Bundesschau erklärt. Dieser großartige züchterische Erfolg wurde mit der bronzenen Plakette des Bundesministeriums belohnt.
 Ia RPL Kl 17d Glamann
 
Die Züchter Höller, Rinteln und Bendig, Burweg, waren mit drei Böcken der Rasse Rauhwolliges Pommersches Landschaf auf der Bundesschau. Trotz großer Konkurrenz erreichten sie eine Ib –und Id- Platzierung.
 
 
 
Scottish-Blackface-Kopf
 
Im Rasseblock der Landschafrassen aus dem Mittelgebirge, dem alpinen Raum und dem Ausland waren 16 Rassen vertreten. Der Herdwick-Bock von Reinhard, Wulsbüttel, bekam einen Ia-Preis und der Romanow-Bock von Barz, Hambergen sowie der Scottish Blackface-Bock von Kieft aus Ringe wurden Bundessieger. Die Züchter erhielten Preismünzen der LWK.
 
 
Die große Gruppe der Fuchsschafböcke wurde in vier Altersklassen eingeteilt. Ein vierjähriger rahmiger und harmonischer Zuchtbock von Avramut-Lampe, Jade, konnte seinen Erfolg von der Bundesschau Landschafe 2014 wiederholen und wurde erneut Bundessieger. Das Tier überzeugte die Preisrichter auch im Vergleich mit anderen Rassesiegern und wurde als Bundeschampion schließlich zum zweitbesten Bock der Stammbockschau auserkoren. Coburger Fuchsschafe werden in Niedersachsen immer beliebter und die Zahl der Züchter und der eingetragenen Zuchttiere ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Bereits vor drei Jahren konnten erste Zuchttiere dieser Rasse nach England exportiert werden und aktuell wird ein weiterer Verkauf vorbereitet.
Halle25 Bundesschau
Das Berliner Publikum war begeistert von der großen Rassevielfalt der deutschen Schafzucht. Es waren kleine und große Rassen, einfarbig weiße, schwarze und braune, bunte und gescheckte Rassen, Wollschafrassen und Haarschafrassen, unbehornte und mit zwei / vier Hörnern ausgestattete Rassen vertreten. Interessant war, dass der leichteste Bock der Rasse Ouessantschaf gerade einmal 17 kg und der schwerste Schwarzkopfbock mehr als 190 kg wogen.
 
 
 
Preisrichter OrdnerErfreulich war, dass die Preisrichter eher die harmonischen und dem Rassestandard entsprechenden Tiere nach vorne gestellt haben und nicht die größten und schwersten Tiere. In seinem Grußwort wies der Vorsitzende der VDL, Jürgen Lückhoff, auf die wichtigen Aufgaben der vielen Schafrassen in der Landschaftspflege und im Küstenschutz in den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands hin. Schafe gestalten ländliche Räume und erhalten Landschaften und Biotope. Er erwähnte auch die Gewinnung von Fleisch, Milch und Wolle als hervorragende Nahrungsmittel und wertvollen Rohstoff. Mit der Bundesschau wurde eine gute Werbung für die deutsche Schafhaltung mit ihrer großen Rassevielfalt und den unterschiedlichen Leistungseigenschaften gemacht. Klaus Gerdes, LWK Niedersachsen
 
 
Rasse
Nr.
Züchter
Ergebnis
Auszeichnung
Weiße Gehörnte Heidschnucke
134
Heftrich-Beckers, Wittmund
Ia,BS,BC,RC
BMEL-bronze
Weiße Gehörnte Heidschnucke
138
Beckers, Wittmund
Ia
LWK-Ehrenurkunde
Coburger Fuchsschaf
161
Avramut-Lampe, Jade
Ia,BS,BC,RC
BMEL-silber
Bentheimer Landschaf
72
Schmitz, Sögel
Ia, BS,BC
ML-Silber
Weißköpfiges Fleischschaf
58
Schmidt, Berne
Ia, BS
ML-Bronze
Bentheimer Landschaf
80
de Lange, Isterberg
Ia, BS
ML-Bronze
Romanowschaf
194
Barz, Hambergen
Ia, BS,WS
LWK-Gold
Scottish Blackface
200
Kieft, Ringe
Ia, BS,WS
LWK-Silber
Weißköpfiges Fleischschaf
64
Martens, Jade
Ia, WS
LWK-Silber
Weißköpfiges Fleischschaf
66
Schmidt, Berne
Ia
LWK-Ehrenurkunde
Bentheimer Landschaf
74
Melbaum, Haselünne
Ia
LWK-Bronze
Bentheimer Landschaf
81
Hof Blekker
Ia
LWK-Bronze
Herdwick
173
Reinhardt, Wulsbüttel
Ia,WS
LWK-Silber
Weiße HornloseHeidschnucke
141
Teerling, Sulingen
Ib
LWK-Ehrenurkunde
Bentheimer Landschaf
210
Mersch, Bad Bentheim
WS
LWK-Bronze
 
 
 
 
 
126 Zuchtböcke in der Deutschen Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere

Das Land Niedersachsen hat in den letzten vier Jahren den Ankauf von Zuchtböcken / Altböcken zur Samengewinnung und Anlage einer Kryokonserve gefördert. Niedersächsische Schafzüchter haben insgesamt 126 Zuchtböcke aus neun verschieden Rassen zur Verfügung gestellt:

-        Bentheimer Landschaf (21 Zuchtböcke)

-        Coburger Fuchsschaf (11)

-        Weiße Gehörnte Heidschnucke (17)

-        Weiße Hornlose Heidschnucke (19)

-        Graue Gehörnte Heidschnucke (12)

-        Leineschaf (9)

-        Merinofleischschaf (8)

-        Weißköpfiges Fleischschaf (12)

-        Ostfriesisches Milchschaf (17)

Im November wurden die letzten 29 Böcke zum Friedrich Loeffler Institut (FLI) nach Mariensee gebracht. Das FLI übernimmt die Schlachtung, die Gewinnung des Spermas aus dem Nebenhoden und die Einlagerung im Rahmen der „Deutschen Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere“. Insgesamt konnten fast 38.000 Spermaportionen gewonnen und eingelagert werden. Beteiligt waren Züchter aller vier niedersächsischen Schafzuchtverbände. Die o.g. Rassen sind vom Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen als Beobachtungspopulation eingestuft worden. Der Status bedeutet gem. Nationalem Fachprogramm zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen, dass für diese Rassen ein Monitoring durchgeführt und Kryokonserven angelegt werden müssen. Alle Züchter und die beteiligten Zuchtverbände haben Verpflichtungserklärungen unterschrieben, dass das Sperma an die Genbank abgegeben wird und sie keinerlei Rechte an dem Sperma geltend machen werden. Über die spätere Verwendung des Spermas kann nur in Abstimmung mit dem nationalen Fachbeirat und der LWK Niedersachsen entschieden werden. Bei der Auswahl der Altböcke haben Zuchtverbände und engagierte Züchter darauf geachtet, dass bei den einzelnen Rassen möglichst viele verschiedene Blutlinien / Vaterlinien ausgewählt wurden. Beim Ostfriesischen Milchschafe z.B. wurden 10 weiße Zuchtböcke aus 8 Vaterlinien und 7 schwarze/gescheckte Böcke aus 4 verschiedenen Linien berücksichtigt.

Erstmals konnte in diesem Jahr auch Sperma von 2 Böcken der Rasse Weiße Deutsche Edelziege gewonnen und im Rahmen der Kryokonserve eingelagert werden. Auch diese Ziegenrasse gilt als Beobachtungspopulation und die Zucht der Rasse wird in Niedersachsen gefördert. Klaus Gerdes, LWK Niedersachsen

Tierschau Tannenhausen001Vom 14.-17.05.2015 wurde in Aurich-Tannenhausen die 13. Weser-Ems-Ausstellung präsentiert. Die Veranstaltung gilt als Regional- und Wirtschaftsschau der Region Ostfriesland. Der Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e.V. war mit einem Informations-stand vertreten und hat über die Schafzucht Ostfrieslands, die Landschaftspflege und den Deichschutz mit Schafen informiert. Am letzten Ausstellungstag, den 17.05.2015, wurde ab 10 Uhr die diesjährige Milchschafschau mit Euterbeurteilung auf dem Reitsportgelände der Ausstellung durchgeführt. Die Tiere wurden rangiert und die Ergebnisse kommentiert.

Zunächst wurden von der Körkommission, zusammengesetzt aus Heiko Schmidt, Berne, Rolf Beckmann-Ihnen (Emden) und Derk Willms (Pilsum) die zur Bewertung der Euterqualität angemeldeten Tiere beurteilt. Dabei haben die Richter Wertungsnoten einmal für die Euterqualität und für die Striche vergeben.

Das Euter der Ostfriesischen MilcTierschau Tannenhausen003hschafe muss für die hohe Milchleistung der Rasse fest aufgehängt sein. Das Zentralband soll deutlich ausgeprägt sein ohne zu tief einzuschneiden. Sehr wichtig ist auch ein gut ausgeprägtes Vordereuter. Die Striche sollen leicht konisch geformt und nicht zu tief am Euter sitzen. Die Ostfriesischen Milchschafe werden nicht nur gemolken. Viele Zuchtbetriebe lassen die Lämmer von den Muttertieren aufziehen. Daher müssen die Striche auch für das Säugen der Lämmer geeignet sein. Sie sollen am Euter leicht schräg nach vorne gerichtet, leicht konisch geformt und nicht zu dick sein. Die beste Note ist die 9. Eine 7 ist gut und eine 8 sehr gut. Die Jährlingsschafe, die in der ersten Laktation sind haben alle noch eher feste, gut geformte Euter und Striche und bekommen daher höchstens die Note 7.

Zur Euterbewertung waren 29 Tiere gemeldet. Nach der Bewertung der einzelnen Tiere wurden die Jährlingsschafe und die älteren Tiere in getrennten Klassen rangiert. Bei den Jährlingen hatte der Zuchtbetrieb Melbaum mit der Kat.Nr. 36 die Nase vorn, Reservesieger wurde die Kat.Nr. 43 aus dem Zucht- und Melkbetrieb von Ingrid Brockhaus aus Winkum bei Löningen. In der älteren Klasse siegte Rolf Beckmann-Ihnen mit der Kat.Nr. 28, die in der 2. Laktation ist. Reservesieger wurde die Kat.Nr. 5, bereits in der 5. Laktation, ebenfalls aus dem Züchterstall von Beckmann-Ihnen.

Tierschau Tannenhausen002Danach hatte Heiko Schmidt die Aufgabe, die 47 zur Verbandsschau angemeldeten Böcke und Schafe zu richten. Es waren drei 2-jährige Böcke gemeldet, Sieger wurde die Kat.Nr. 1 von U. Melbaum aus Haselünne.

Die Schafe wurden in 6 Altersklassen gerichtet. Aus den 4IaTieren der älteren Klassen mit insgesamt 24 Tieren wurde dann ein Sieger und Reservesieger gekürt. In dieser starken Konkurrenz hatte Johannes Veith aus Ardorf mit der Kat.Nr. 26 das Siegerschaf. Reservesieger wurde die Kat.Nr. 6 aus dem Züchterstall von Melbaum. Die weiteren Ia Tiere hatten Ingrid Brockhaus (Kat.Nr. 9) und Robert Winterhalter, Großefehn (Kat.Nr. 23).

In den 2 Klassen der Jährlingsschafe mit insgesamt 11 Tieren hatten Melbaum und die Zuchtgemeinschaft Siebens aus Holtland die Klassenbesten. Siegerschaf bei den Jährlingen wurde die Kat.Nr. 36 von Melbaum. Die Kat.Nr. 41 von Siebens war damit Reservesieger.

Für den Gesamtsieger wurden die beiden Siegertiere von Veith und Melbaum noch einmal aufgestellt. Der Jährling von Ursula und Helmut Melbaum, die Kat.Nr. 36 hatte es geschafft und holte sich neben dem Eutersieger auch den Titel des Champion der Verbandsschau 2015.

Nach der Rangierung der Einzeltiere haben 7 Zuchtbetriebe ihre Züchtersammlung mit je 3 Tieren aufgestellt. In einem großen Schaubild standen so 21 Tiere in einer Reihe und Heiko Schmidt hatte auch hier ein anspruchsvolles Richteramt. Es ist bei so starker Konkurrenz eine besondere Auszeichnung, hier mit einer Gruppe von Tieren die Nase vorn zu haben. Die Siegersammlung stellte der Zuchtbetrieb von Aukea und Günter Lindeburg aus Großefehn, Reservesiegersammlung wurde die Gruppe von Heinrich Schröder aus Moordorf. M.Gertenbach

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Staatsehrenpreis 2015 002Landwirtschaftsminister Christian Meyer hat Ende November den zweiten der beiden niedersächsischen Staatsehrenpreise für Tierzucht an die Schafzüchter-Familie Aukea und Günter Lindeburg aus Mittegroßefehn (Landkreis Aurich) verliehen. Mit dem Staatsehrenpreis werden herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Tierzucht gewürdigt. Auf Vorschlag der Landwirtschaftskammer ehrt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in jedem Jahr zwei Zuchtbetriebe.

Minister Meyer hob in seiner Laudatio hervor, dass Familie Lindeburg auf eine erfolgreiche Zuchtgeschichte zurück blicken kann. Das verdeutlichen die Zuchterfolge der letzten 30 Jahre: 126 gekörte Böcke, davon fünf Siegerböcke und weitere vier Reservesiegerböcke, zahlreiche Schausieger bis auf Bundesebene und rund 100 exportierte Tiere in die ganze Welt schmücken die Erfolgstafel der Familie Lindeburg. Durch stetige Teilnahmen an Körungen, Schauen, und Leistungsvergleichen überprüfen die Lindeburgs nicht nur die Qualität ihrerStaatsehrenpreis 2015 010 eigenen Schafe, sondern sie liefern auch wichtige Kennzahlen für die organisierte Landesschafzucht. Gerade im Bereich der Rasse des Ostfriesischen Milchschafs, welche als vom Aussterben bedrohte Rasse (Beobachtungspopulation) gilt, ist dies von besonderer Bedeutung. Lindeburgs beteiligen sich seit über 20 Jahren an der Milchleistungsprüfung für Schafe. Jährlich werden Mutterschafe zur Euterbeurteilung geschickt.

Besonders hob der Minister den fürsorglichen und respektvollen Umgang der Züchterfamilie mit ihren Schafen hervor: „Leistungszucht und Respekt zum Tier müssen sich nicht ausschließen“. Dafür steht im Betrieb Lindeburg zum Beispiel das Schaf „Laura". Das Mutterschaf zog in sechs Zuchtjahren 18 Lämmer groß. Bundesweit bekannt geworden ist auch der erfolgreiche Zuchtbock „Tom". Herdbucheintragungen und Nachkommen dieses Bockes findet man in sieben verschiedenen Bundesländern. Diese großartigen züchterischen Leistungen wären ohne optimale Versorgung und einer den Tieren zugewandten Einstellung nicht über mehrere Jahrzehnte möglich.

Staatsehrenpreis 2015 016Minister Meyer betonte darüber hinaus das ehrenamtliche Engagement der Preisträger: „Mit Familie Lindeburg haben wir verdiente Preisträger gefunden, die neben ihren herausragenden züchterischen Erfolgen auch im Ehrenamt des Landes-Schafzuchtverbandes Weser-Ems e. V. aktiv mitwirken." Günter Lindeburg ist seit 1981 Mitglied im Zuchtverband. Seit Anfang 2001 gehört er zum Beirat und seit 2011 zum Vorstand. Seine Frau Aukea hat sechsmal in Folge die Nordwestdeutschen Spinnmeisterschaften in Rodenkirchen gewonnen. Überhaupt wird die gesamte im Betrieb erzeugte Schafwolle verarbeitet und in Form von Strickwaren, Bettdecken und anderen Wollerzeugnissen direkt vermarktet. Auch die Felle der Tiere werden gegerbt, so dass quasi alles vom Schaf genutzt und vermarket wird.Auch Hermann Hermeling, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer, würdigte die züchterischen Leistungen und ganzheitliche Verwertung der Produkte aus der Schafhaltung. Weitere Grußworte wurden vom Vorsitzenden des Landes-Schafzuchtverbandes Weser-Ems, Heiko Schmidt, und Dieter Marwedel, dem Vorsitzenden des Rasseausschusses Milchschafe der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände sowie vom Landrat und Bürgermeister der Gemeinde gehalten. Anschließend gab es auf Einladung der Züchterfamilie ein leckeres Buffet auf Basis von Produkten aus der Milchschafhaltung. Alle anwesenden Gäste wünschten dem Zuchtbetrieb Lindeburg weiterhin viel Erfolg im Stall und bei der Zucht des Ostfriesischen Milchschafes.

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