Bundesschau Schafe 2020

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Bundesschau in Alsfeld vom 01.-03.1...
25 Nov 2020 15:01

Bundesschau in Alsfeld vom 01.-03.10.2021 Wie bereits angekündigt, wird die für 2020 geplante Bun [ ... ]

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Jetzt schon an Weihnachten denken! ...
24 Nov 2020 00:00Jetzt schon an Weihnachten denken! mit der LSV Weser-Ems Textilkollektion

Sonderpreise für Lagerware - Versandkosten frei - Befristetes Angebot bis zum 20.12.2020    [ ... ]

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1. Schaftage Nord-West in Cloppenbu...
17 Nov 2020 12:031. Schaftage Nord-West in Cloppenburg 2020

Schaftage Nord-West in Cloppenburg  - Durchführung unter „Coronabedingungen“   [ ... ]

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Niedersächsischer Bockmarkt 2020
03 Nov 2020 09:24

Erfolgreicher Niedersächsischer Bockmarkt am 01.08.20 in Nienburg Erfreulicherweise konnte trotz [ ... ]

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Heidschnuckentag 2020
03 Nov 2020 09:13

71. Heidschnuckentag am 09. Juli 2020 in Faßberg Schöner Sonnenschein, mehrere hundert Besucher [ ... ]

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RPL-Tag 2020
03 Nov 2020 09:11

24. Niedersächsischen Rauhwoller-Tag am 18.07.20 bei Hagen Eichhoff Blaue bis graue Wolle und ei [ ... ]

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Bundesschau in Alsfeld vom 01.-03.10.2021

Wie bereits angekündigt, wird die für 2020 geplante Bundesschau am 1. Oktoberwochenende 2021 nachgeholt. Die Fachausschüsse der VDL haben auf ihren Sitzungen im September bereits die Schurtermine festgelegt:

Alpine Rassen und Merinorassen: 01.02.2021 – 31.03.2021

Alle anderen Rassen (Landschafe, Fleischschafe): 16.03.2021 – 15.05.2021

Alle Züchter, die sich für die Ausstellung von Zuchtschafen auf der Bundesschau interessieren, sollten diese Termine unbedingt vormerken und natürlich auch einhalten. Aktuell können noch keine verlässlichen Informationen zur Blauzungenkrankheit und einer möglichen Impfpflicht für alle Ausstellungstiere gegeben werden. Einzelne Bundesländer prüfen, ob die Restriktionsgebiete über Januar 2021 hinaus bestehen bleiben oder möglicherweise aufgehoben werden. Sobald verlässliche Informationen vorliegen, werden wir diese mitteilen.

Sonderpreise für Lagerware - Versandkosten frei - Befristetes Angebot bis zum 20.12.2020

 

LSV Weser-Ems_Textilkollektion
wir möchten Sie/ Euch nochmals auf die neue LSV Weser-Ems Textilkollektion aufmerksam machen.  Aktuell gibt es einen kleinen Lagerbestand. Die Kollektion in Royalblau präsentiert den Verband jetzt in einem einheitlichen Erscheinungsbild mit Logo vorne und einem stilisierten Schafkopf auf dem Rücken. 
 
 
Hier nun die aktuellen Lagerbestände:

Textilkollektion-LSV Weser-Ems_Softshelljacke

Softshelljacke - jetzt 49,95€

Unsere Jacken in Softshell-Qualität bestehen aus einem Mischgewebe mit drei Stofflagen: Der Fleecebesatz innen und die Membrane halten Sie angenehm warm. Der atmungsaktive Oberstoff ist wasser- und windabweisend. Zudem ist die Softshell-Kleidung mit robusten Reißverschlüssen von YKK und praktischen Taschen ausgestattet.

         Herrengrößen     Damengrößen
S M L XL XXL XXXL  S M L XL
 Stück   -   1 2 2 - 1 1 - 1
Textilkollektion-LSV Weser-Ems_Softshellweste

Softshellweste - jetzt 38,95€

Textilkollektion-LSV Weser-Ems_Softshellweste
Unsere Westen in Softshell-Qualität bestehen aus einem Mischgewebe mit drei Stofflagen: Der Fleecebesatz innen und die Membrane halten Sie angenehm warm. Der atmungsaktive Oberstoff ist wasser- und windabweisend. Zudem ist die Softshell-Kleidung mit robusten Reißverschlüssen von YKK und praktischen Taschen ausgestattet.

         Herrengrößen     Damengrößen
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Textilkollektion-LSV Weser-Ems_Poloshirt

Poloshirt - jetzt 19,95€

Textilkollektion-LSV Weser-Ems_Poloshirt
Unsere Polo Shirts sehen nicht nur super aus, sondern überzeugen auch durch Tragekomfort. Angenehm weicher Piqué-Stoff, tolle Farben sowie der moderne Schnitt machen die Polos zum Lieblings-Basic. Der Kragen der Polo Shirts ist mit einer klassischen Knopfleiste versehen. Bündchen an den Ärmeln sowie ein Nackenband und die Doppelnaht an der Schulter runden das Design stilvoll ab.

         Herrengrößen     Damengrößen
S M L XL XXL XXXL  S M L XL
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Auch noch vorrätig: 1 x Kinderweste Gr. 132

Ihre Größe nicht dabei?
Sprechen Sie mit uns unter: SW design Telefon 04456 899 57 67.

Um Ihnen die Bestellabwicklung so einfach und schnell zu ermöglichen ist das Bezahlsystem (PayPal-Minishop) integriert worden. So können Sie nun per PayPal oder per Lastschrift bezahlen. 

Hier noch einmal der Link zum Shop: https://www.swdesign.info/lsv-weser-ems-shop

 

 

  1. Schaftage Nord-West in Cloppenburg  - Durchführung unter „Coronabedingungen“ 

Der Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems veranstaltete am 30. und 31. Juli 2020 die 1. Schaftage Nord-West in der Münsterlandhalle in Cloppenburg. Bei den Züchtern und Kaufinteressenten war die Erleichterung zu spüren, dass die Veranstaltung trotz der geltenden Einschränkungen überhaupt möglich war. Bereits seit fünfzehn Jahren beteiligen sich Kennzeichnung der_SitzplätzeMilchschaf- und Texelzüchter aus ganz Niedersachsen an der Auktion für Zuchttiere aus maediunverdächtigen Beständen. Am zweiten Tag der Veranstaltung wurden Zuchttiere weiterer Rassen, Weißköpfiges Fleischschaf, Schwarzköpfiges Fleischschaf, Suffolk, Charollais, Berrichon du Cher und Merinolandschaf angeboten. In Rodenkirchen fand die Auktion dieser Rassen im August 2019 zum letzten Mal statt. Somit findet jetzt einmal jährlich eine große Kör-und Absatzveranstaltung mit allen Wirtschaftsrassen statt, die auch überregional Beachtung findet und auch Interessenten aus dem benachbarten Ausland anlockt. Alle Böcke waren vorab genotypisiert worden und hatten ausschließlich den gewünschten Scrapie-Genotyp ARR/ARR. In diesem Jahr wurden alle Böcke vorab auf den Zuchtbetrieben gekört und es wurde stark selektiert, so dass nur bestes Tiermaterial zur Auktion gelangte. Viel Wert wurde bei der Auswahl der Tiere auf ein korrektes Fundament und eine möglichst breite Palette der Blutlinien gelegt. Bei der Selektion der Milchschaf-Jungböcke wurden vor allem der Milchschaftyp und auch die Bewertung ihrer Mütter hinsichtlich der Euterqualität berücksichtigt. Auch alle Fleischschafböcke wurden vorselektiert. Ein Großteil wurde vorab im Gewichtsabschnitt 80 – 120 Tage gewogen und per Ultraschall wurden Muskeldicke und Fettauflage am Rückenmuskel gemessen. Alle Ergebnisse und auch die neuen BLUP-Zuchtwerte bezüglich Fruchtbarkeit, Fleischleistung und Exterieur wurden in den Katalogen abgebildet.

 

Besonders war in diesem Jahr die Erstellung und Einhaltung des Hygienekonzeptes. Züchter und Kaufinteressenten mussten Registrierung der_Besuchersich vorher beim Landes-Schafzuchtverband anmelden. Ohne Registrierung war ein Einlass in die Halle nicht möglich. Die registrierten Kaufinteressenten erhielten vorab neben dem Katalog mit den Verkaufstieren auch eine Bieternummer. Die Bezahlung der Tiere erfolgte in diesem Jahr ausschließlich per SEPA-Lastschrift und ansonsten per EC-Karte. Die geltenden Kontaktbeschränkungen waren einzuhalten.

 

Die Nachfrage an Böcken der Rassen Ostfriesisches Milchschaf und Texel entsprach in diesem Jahr in etwa der Nachfrage und es gab wenig Überstand. Erfreulich war, dass neun Zuchtböcke an vier Zuchtbetriebe bzw. Melkbetriebe in die Niederlande verkauft werden konnten. Fünf Milchschafböcke konnten vom Auktionator Brockhoff zu einem Preis von über 1.000 Euro zugeschlagen werden.

 

 

 

 VersteigerungsringDie 29 verkauften Lammböcke erzielten einen Durchschnittspreis von 635 Euro (Vorjahr: 31 Böcke verkauft für 458 Euro). Höchstpreise von 2000 Euro und 1700 Euro erzielten der Siegerbock von Melbaum, Haselünne und ein Ic- Bock aus der Zucht von Beckmann-Ihnen, Emden. Beide Tiere waren bei der Körung mit der Höchstnote 9 im Merkmal Typ, Äußere Erscheinung, bewertet worden. Melbaum erhielt als höchste Auszeichnung eine silberne Plakette der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin. Weitere Klassensieger stellten die Zuchtbetriebe Roskam, Großefehn (bester Jährlingsbock), Meyer-Behrends, Wittmund, Ulferts, Hinte, Ahrends, Eggelingen und Marwedel, Celle. Den besten schwarzen Milchschafock präsentierte Winterhalter aus Großefehn. Aufgrund eines größeren Exportes an weiblichen Jungschafen nach Ungarn standen kaum Mutterlämmer zum Verkauf. Das einzige angebotene Tier wurde für 250 Euro verkauft.

 

 Neben den Milchschafen wurden 35 Texel (Vorjahr: über 50) zum Verkauf angeboten. Die Texeljährlinge / Lammböcke kosteten durchschnittlich 533 / 464 Euro. Lediglich 6 jüngere Lammböcke fanden an dem Tag keinen neuen Besitzer Die Lammböcke wurden in fünf Altersklassen eingeteilt und rangiert. Klassensieger stellten die Züchter Wacker, Wehrbleck (2), Jacobsen aus Volkensen, Bremer aus Balge und Müller aus Garbsen. Zum Siegerbock erklärte der Preisrichter Fischer, Schleswig-Holstein, einen sehr harmonischen, korrekten und stark bemuskelten Bock von Wacker. Der Züchter wurde mit der silbernen Plakette des Ministeriums geehrt. Jacobsen erhielt für den Reservesieger die silberne Preismünze der Landwirtschaftskammer. Den Höchstpreis von 950 Euro bei den Texelböcken erlöste Zießow aus Delmenhorst. Der Jährlingsbock wog beim Auftrieb stolze 110 kg. Die Qualität des Tieres und die Körnoten von 8 für die Wolle, 8 für die Bemuskelung und 9 für die Äußere Erscheinung beeindruckten den Käufer und auch den Preisrichter, der diesen Bock zum Klassensieger bestimmte. Zießow wurde mit einer Medaille des Bundesverbandes, Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) ausgezeichnet. Auch die Qualität der Jungschafe stimmte. Ein Bieter ersteigerte alle drei angebotenen Mutterlämmer für durchschnittlich 367 Euro. Das beste Jungschaf kam aus der Zucht von Fettköter aus Westerwalsede.

Nach dem Abtrieb der Milchschafe und Texel wurde in der Halle fleißig gesäubert, neu eingestreut und auch alles Weitere für den zweiten Tag der Schaftage-Nord-West vorbereitet. Auch für den zweiten Tag gab es einen eigenen Auktionskatalog und der Auftrieb war mit 108 angemeldeten Tieren sogar noch deutlich größer.

 

Versteigerung von Fleischschafböcken in Cloppenburg

Der Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems und der Stader Schafzuchtverband sind mit dem Verkauf der Fleischschafböcke am zweiten Tag der Schaftage Nord-West den Umständen entsprechend zufrieden. Neben den coronabedingten Einflüssen kommt hinzu, dass es bei einigen Züchtern und vermutlich auch einen Kaufinteressenten Vorbehalte gegen die Verlegung des Auktionsstandortes von Rodenkirchen nach Cloppenburg gab. Insgesamt wurden 104 Zuchttiere angeboten und 73 Tiere verkauft.

Die Rasse Suffolk erzielte in diesem Jahr in allen Kategorien die höchsten Durchschnittspreise. Mit 548 Euro fü

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r 21 verkaufte Tiere erzielten die Suffolkjährlinge einen guten Durchschnittspreis. Die 18 in Zuchtwertklasse I gekörten Jährlinge wurden in 4 Altersklassen rangiert. Die Klassensieger kamen aus den Zuchten von Dreher, Halsbek, Rüdebusch, Augustgroden (2) und Dreyer, Moorhausen. Siegerbock wurde schließlich der 148 kg schwere und mit den Höchstnoten 8/8/8 ausgestattete, sehr gut bemuskelte Bock von Dreyer. Der züchterische Erfolg wurde mit der silbernen Plakette des Landwirtschaftsministeriums belohnt. Rüdebusch bekam für den Reservesieger den zweithöchsten Preis in Höhe von 1100 Euro. Von den 14 angebotenen Lammböcken der Rasse konnten nur 8 verkauft werden. Bei den Lammböcken der Rassen Suffolk, Weißkopf und Schwarzkopf fehlten einige Käufer, die hoffentlich im nächsten Jahr wieder dabei sind, damit solche hervorragenden Zuchtböcke ihren Abnehmer finden. Neben Dreyer und Dreher hatte hier auch Fass aus Wilhelmshaven einen Klassensieger. Der Betrieb Dreyer konnte seinen züchterischen Erfolg fortsetzen, präsentierte den Sieger bei den Suffolk- Lammböcken und wurde mit der bronzenen Preismünze der LWK Niedersachsen geehrt. Der teuerste Lammbock wurde für 650 Euro zugeschlagen. Spaß hatte nicht nur der Auktionator an der Versteigerung der Mutterlämmer. Beim Klassensieger von Dreher fiel der Hammer bei 750 Euro und die vier verkauften Tiere brachten dem Züchter durchschnittlich 480 Euro ein. 

klein CHALB von Dorstmann

 

Von den neun angebotenen Böcken der französischen Fleischschafrassen Charollais und Berrichon du Cher konnten fünf abgesetzt werden. Teuerster Bock mit 1000 Euro wurde hier der beste Lammbock der Rasse Charollais aus dem Züchterstall Dorstmann, Moormerland.

 

  

Das zweitgrößte Kontingent an dem Tag bildeten die Weißköpfigen Fleischschafe. Elf Jährlinge und fünf Lammböcke konnten im Schnitt für 499 / 380 Euro abgesetzt werden. Bei den Jährlingen kamen die Klassensieger aus den Betrieben Schmidt, Berne (Siegerbock), Köhne, Stadland und Kampen, Saterland. Der züchterische Erfolg von Schmidt und Köhne wurde mit silbernen Plaketten des Ministeriums bzw. der LWK belohnt. Groß war die Überraschung bei der Rangierung der Lammböcke. Sieger wurde hier ein harmonischer und gepflegter Jungbock von Vorrath aus Ense, NRW, vor einem Bock von Schmidt. Erfreulich hieran ist aber, dass diese Rasse, die bundesweit gesehen als Beobachtungspopulation eingestuft ist, auch Anhänger und Liebhaber außerhalb der traditionellen Zuchtgebiete in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gefunden hat. Die drei von Schmidt und Kampen angebotenen Mutterlämmer wurden für durchschnittlich 307 Euro verkauft.

Von 19 aufgetriebenen Böcken der Rasse Schwarzköpfiges Fleischschaf konnten in diesem Jahr 11 verkauft werden. Voigt, SKFJBIaSvon VoigtBerneBerne, Baumgarten, Stade, Vrielink, Nordhorn und Müller, Oerrel stellten die Klassensieger bei dieser Rasse. Voigt hatte den Sieger bei den Jährlingsböcken und wurde mit der bronzenen Plakette der Landwirtschaftskammer geehrt. Er präsentierte auch vier schicke Jungschafe, von denen drei für durchschnittlich 283 Euro einen neuen Besitzer fanden. Bei der Kaufentscheidung für fleischbetonte Böcke wurde bislang vor allem das Gewicht und die Bemuskelungsnote berücksichtigt. Vermehrt schauen die Kaufinteressenten auf die tägliche Zunahme und auf die bei der Ultraschallmessung festgestellten Werte zur Rückenmuskeldicke und Verfettung. Allmählich werden auch die für die einzelnen Merkmale errechneten Zuchtwerte, die neben den eigenen auch sämtliche Verwandteninformationen berücksichtigen, stärker beachtet.

2100 Euro­ für Bentheimer Bock

Der Landes - Schafzuchtverband Weser-Ems führte Ende Juli die 26. Kör- und Absatzveranstaltung für Bentheimer Landschafe in Uelsen durch. Das Angebot war noch größer als im Vorjahr und es konnten mit 57 angebotenen und 56 verkauften Tieren 8 Böcke mehr als im Vorjahr abgesetzt werden. Zunehmend gewinnt bei den Landschafrassen die Zucht auf Scrapieresistenz an Bedeutung. 38 Tiere hatten bereits den gewünschten Genotyp ARR/ARR. Auch bei dieser Rasse sind die ersten Zuchttierbestände von der LWK Niedersachsen als scrapieresistenter Bestand anerkannt worden.

An der Auktion für die Rasse Bentheimer Landschaf dürfen Züchter aus dem gesamten Bundesgebiet teilnehmen. Dadurch wird der genetische Austausch zwischen den Populationen in den einzelnen Landesverbänden gefördert. In diesem Jahr nutzten allerdings nur Züchter aus Nordrhein-Westfalen die Gelegenheit, ihre Bentheimer in Niedersachsen vorzustellen. Das eigentlich Besondere an der Veranstaltung aber war die Durchführung unter „Coronabedingungen“. Abstand, Hygiene und Atemschutz waren für Züchter und Kaufinteressenten verpflichtend. Es gab kein Rahmenprogramm und der in den Vorjahren gleichzeitig veranstaltete Bentheimer Haus- und Nutztiertag war frühzeitig abgesagt worden.

Die Auktion fand als nichtöffentliche Veranstaltung ausschließlich mit registriertem Fachpublikum statt.

Vormittags wurden die Jungböcke gewogen und der Körkommission vorgestellt. Drei Böcke genügten den Anforderungen der Körkommission nicht und wurden nicht gekört. 40 in der Zuchtwertklasse I gekörte Jährlingsböcke nahmen an der Prämierung teil. Hier bestand zunächst die Schwierigkeit, dass davon elf Tiere bereits im November geschoren waren. Sie hätten eigentlich im Mai an der Bundesschau Schafe im hessischen Alsfeld teilnehmen sollen, die wie viele andere Veranstaltungen abgesagt worden war. Alle anderen Böcke waren zum üblichen Schurtermin im Monat März geschoren worden und das Wollkleid war entsprechend kurz. Somit wurde entschieden, in diesem Jahr zwei Siegerböcke bei den Jährlingen zu prämieren.

Als Preisrichter fungierten Ludwig Schmitz und Klaus Gerdes. Sie waren mit der Qualität des Jahrgangs sehr zufrieden.Wollbeurteilung Zahlreiche Böcke zeigten auch die gewünschte Pigmentierung am Kopf. Klassensieger bei den Böcken mit langer Wolle stellten die Züchter Mersch, Bad Bentheim, und de Lange, Isterberg. Siegerbock wurde hier der 102 kg schwere und typvolle Jungbock aus der Zucht von de Lange. Der Bock hatte bereits bei der Körung die Noten 8 für die Ausprägung der Bemuskelung und auch für das tadellose Exterieur bekommen. Der Züchter wurde mit der goldenen Plakette der LWK Niedersachsen geehrt. Der Zuchtbetrieb Mersch hatte den Reservesieger und bekam eine Medaille der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, VDL. Deutlich größer war die Konkurrenz bei den im März geschorenen Böcken. Damit nicht so viele Züchter gleichzeitig im Ring standen, war die Klassengröße bewusst klein gehalten worden. Es gab sechs Klassensieger. Zwei davon stellten jeweils die Zuchtbetriebe Kieft aus Ringe und der Blekker Hof aus Uelsen. Die Züchter Dobben, Quendorf und Zwafink, Uelsen hatten ebenfalls einen Ia-Bock. Siegerbock wurde schließlich ein mit den Höchstnoten 8/9/8 gekörter, großrahmiger und korrekter Bock von Kieft. Der Züchter erhielt als höchste Auszeichnung die bronzene Plakette des Landwirtschaftsministeriums. Die Vorführer vom Heilpädagogischen Bauernhof aus Uelsen freuten sich über den Titel des Reservesiegers. Bei der Auktion erreichten die Jährlinge einen guten Durchschnittspreis von knapp 450 Euro.

LBSRSDie 12 verkauften Lammböcke dagegen erzielten einen zuvor nicht erreichten Durchschnittspreis von 683 Euro. Dazu beigetragen hat sicherlich auch der Höchstpreis für den Sieger aus der Zucht von de Lange. Der Auktionator Dieter Brockhoff hatte viel Geduld mit den Kaufinteressenten und stellte immer wieder die Vorzüge dieses Spitzentieres heraus. Der Hammer fiel erst mit dem Höchstgebot von 2.100 Euro. Der Bock bleibt im Zuchtgebiet und bildet den Grundstock für den Aufbau einer neuen Herdbuchzucht. Der Reservesieger kam aus dem Züchterstall von Zwitserlood-van Amelsvoort aus Bad Bentheim. Der Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems war am Ende der Veranstaltung mehr als zufrieden. Allerdings fehlte das Rahmenprogramm und das Ambiente war in den Vorjahren deutlich schöner. Aber der züchterische und wirtschaftliche Erfolg der Auktion war herausragend. Klaus Gerdes (Zuchtleiter) Weitere Bilder in der Bildergalarie. 

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