Bundesschau Schafe 2020

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Anmeldung zum Int.Schafen- und Zieg...
16 Sep 2020 10:59

Anmeldungen ab sofort möglichnbsp; - 15.10.2020 bis 16.10.2020 „Internationaler Kong [ ... ]

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2100 Euro für Bentheimer Bock
12 Aug 2020 16:052100 Euro für Bentheimer Bock

2100 Euro­ für Bentheimer Bock Der Landes - Schafzuchtverband Weser-Ems führte Ende Juli die  [ ... ]

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Landschaftag am 05.09.20 in Verden
04 Aug 2020 14:17Landschaftag am 05.09.20 in Verden

Katalog zum Niedersächsischen Landschaftag online!br/>
13. Niedersächsischer Landschaftag 2020 am Samst [ ... ]

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Niedersächsische Bockmarkt am 01.A...
07 Jul 2020 07:40

Katalog Niedersächsischer Bockmarkt online!br/>
Der Landesschafzuchtverband Niedersachsen e.V. v [ ... ]

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RPL-Tag 2020 in Stubben
05 Jul 2020 08:45

Niedersächsischer Tag des Rauhwolligen Pommerschen Landschafes am 18. Juli in Stubben Zu ihrem 24. [ ... ]

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Erfolgreich Ostfriesische Milchscha...
14 May 2020 14:12Erfolgreich Ostfriesische Milchschafe nach Russland exportiert

Ostfriesische Milchschafe nach Russland exportiert Ende April konnte der Landes-Schafzuchtverband [ ... ]

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Katalog Niedersächsischer Bockmarkt online!

Der Landesschafzuchtverband Niedersachsen e.V. veranstaltet:

am Samstag, d. 01. August 2020 
den Niedersächsischen Bockmarkt 
in der DEULA Nienburg, Max-Eyth-Str. 2, 31582 Nienburg.

=> Katalog-Nienburg hier als PDF zum Download

Aufgetrieben werden Lamm- und Jährlingsböcke einer großen Auswahl an Bockvätern der Rassen Schwarzköpfiges Fleischschaf, Suffolk, Leineschaf, Berrichon du Cher und Merinofleischschaf.

Neben einer hochkarätigen Kollektion von Böcken aus Niedersachsen sind auch Leineschafe aus anderen Bundesländern zugelassen.

Alle Böcke sind leistungsgeprüft, auf Scrapie-Resistenz getestet und stammen von besonders fruchtbaren, leistungsfähigen Mutterschafen ab. Die gute Fleischfülle ist bei den meisten Böcken zusätzlich durch eine Ultraschall-Untersuchung und eine positive Zuchtwertschätzung bestätigt.

Die Körung beginnt ab 8.00 Uhr, danach erfolgt die Prämierung und ab 13.00 Uhr die Versteigerung.

Aufgrund der Corona-Auflagen ist in diesem Jahr vorab eine Registrierung aller Züchter und Kaufinteressenten beim Schafzuchtverband erforderlich. Ohne vorab erfolgter Registrierung ist ein Einlass zur Veranstaltung nicht möglich. Die registrierten Kaufinteressenten erhalten vorab mit dem Katalog der Verkaufstiere ihre persönliche Bieternummer und weitere Informationen.

Die geltenden Abstands- und Kontaktbeschränkungen sind einzuhalten.

Wenn Sie an der Veranstaltung nicht teilnehmen können, bieten wir Ihnen als kostenfreie Serviceleistung die Erteilung eines Kaufauftrages an. Dieser wird gemäß der mit Ihnen besprochenen Vorgaben umgesetzt und auch die Abholung / Anlieferung organisieren wir mit Ihnen gemeinsam.

Die DEULA in verkehrstechnisch gut zu erreichen und bietet reichlich Platz für die Zuchttiere und deren Präsentation.

Der Katalog hier als PDF zum Download oder kann als gedruckte Version in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Weitere Informationen und Kataloganforderungen über:

Landesschafzuchtverband Niedersachsen e.V., Tel: 0511-329777, 
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.">This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.">
 
Niedersächsischer Bockmarkt_Nienburg-2020

 

Niedersächsischer Tag des Rauhwolligen Pommerschen Landschafes am 18. Juli in Stubben

Zu ihrem 24. Rauhwollertag treffen sich die Züchter am 18. Juli 2020 bei Hagen Eichhoff, Im Dorfe 19, 27616 Stubben.

Zu diesem verbandsübergreifenden Herdbuchaufnahme- und Körtermin für die Rauhwolligen Pommerschen Landschafe werden ca. 90 Lämmer, Jährlinge und Böcke erwartet. Neben der Eintragung, Körung und Prämierung stehen gekörte Zuchtböcke und weibliche Tiere zum Verkauf.

Das Richten der Schafe beginnt um 9.30 Uhr und endet mit der Vorstellung der Siegertiere gegen ca. 15.00 Uhr.
=> Hier kölnnen Sie den Katalog der Veranstaltung  als PDF aufrufen!

Die Fa. Nordwolle (www.nordwolle.com) kauft an diesem Tag wieder RPL-Wolle auf.

Aufgrund der Corona-Auflagen ist der Teilnehmerkreis auf Personen begrenzt, die für die Veranstaltung notwendig sind bzw. einem beruflichen Zweck nachgehen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Geschäftsstelle des Verbandes.
Ohne eine vorherige Anmeldung ist ein Besuch der Veranstaltung nicht zulässig!

Weitere Informationen zur Veranstaltung über
Landesschafzuchtverband Niedersachsen, Tel: 0511-329777,
E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Schafbockauktion in Nienburg

Mit einer großzügigen Halle der DEULA und 91 gemeldeten Böcke startete die August-Auktion des Landesschafzuchtverbandes Niedersachsen e.V. erstmalig in Nienburg.SKF-Lammböcke-Prämierung-Vorn-Sieger-Gesterling-dahinter-RS-Pferdmenges

Das größte Kontingent stellten mit 36 Tieren die Schwarzköpfigen Fleischschafe. Den Ia-Preis der Jährlingsböcke errang die Kat-Nr. 5 aus der Zucht Rehse, Klein Bünstorf, direkt gefolgt von der Kat-Nr. 3 aus der Zucht Brockmann, Bötersheim.

Die große Gruppe der Schwarzkopf-Lammböcke wurde von den Preisrichtern Klaus Michels, Echtershausen, und Stefan Rose aus Grethem in 3 Altersklassen gerichtet. Mit den Kat-Nrn. 8 und 29 errang Joachim Gesterling aus Jühnde gleich zwei Ia-Preise für die ältere und jüngere Klasse und abschließend mit der Kat-Nr. 8 auch den Siegerbock. Reserve-Sieger wurde der Ia-Preisträger der mittleren Altersklasse aus der Zucht Pferdmenges, Suffolk-SiegerbockHilprechtshausen, der von der Körkommission mit 9/8/8 für Wolle / Bemuskelung / Exterieur eingestuft wurde. Insgesamt zeigen die Schwarzkopf-Böcke mit einer rahmigen Erscheinung und guter Bemuskelung ein hohes Leistungsniveau.

Bei den Suffolk stellte Karl-Heinz Tuma, Lemförde, jeweils das Ia-Tier bei den Lamm- und Jährlingsböcken. Die Reserve-Sieger errang jeweils Alexander Schellin aus Wesendorf für sich verbuchen. Die Suffolk zeigten eine sehr gute Fleischfülle und wiesen hohe tgl. Zunahmen, von häufig über 400 g je Tag auf. Leider überstieg das Angebot der Suffolk die Nachfrage deutlich. Nur 50% der Böcke konnten zu meist niedrigen Preisen zugeschlagen werden. Auch bei den Merinofleischschafböcken konnte nur einer der 3 vorgestellten Böcke verkauft werden.

Mit 34 angemeldeten Leineschafböcken war ein großes Kontingent dieser Rasse auf der Auktion vertreten, die für diese Rasse auch für Züchter aus allen Zuchtverbänden zugelassen ist. Den Ia-Jährlingsbock sicherte sich Klaus-Dieter Brzezniak aus Freden, mit dem sehr typvollen Bock der Kat-Nr. 62. Bei den Lammböcken gewann der Bock mit der Kat-Nr. 87 aus der Zucht Erb & Dibbern das Duell um den Siegerbock und verwies Kat-Nr. 78 aus dem Betrieb Iden der LLG Sachsen-Anhalt auf den Platz des Reserve-Siegers. Beim Verkauf lagen LES-Jährlingsbockprämierung-Vorn-Sieger-Brzezniakallerdings beide Böcke mit einem Zuschlagpreis von 1000,-€ gleich auf. Dieser Preis konnte bei den Leineschafen nur noch von einem 8/8/8 boniertem Bock aus der Zucht Dohlenburg, Gr. Denkte. erreicht werden. Bei einem Durchschnittspreis von 533,-€ war die Nachfrage für Leineschaf gut und es waren nur geringe Überstände zu verzeichnen.

Bei den Schwarzköpfigen Fleischschafen war der Überstand etwas größer. Den Spitzenpreis der Auktion erzielte ein sehr gut entwickelter rahmiger Schwarzkopf-Bock aus der Zucht Pferdmenges, der für 1550,-€ zugeschlagen werden konnte. Bei einem Durchschnittspreis von 488,-€ und einem Mindestpreis von 250,-€ konnte alle Käuferwünsche erfüllt werden. Auch die 4 vorgestellten Jährlingsböcke konnten alle verkauft werden.

Erfreulich ist, dass alle Käuferwünsche erfüllt werden konnten und das Verkaufsniveau der Vorjahre auch in Nienburg erreicht wurde, aber den engagierten Züchtern wäre eine größere Nachfrage zu wünschen gewesen.

22. Niedersächsischen Rauhwollertag 2018 in DörverdenRPL-Jährlingsböcke-2018

Mit seiner malerischen Hofanlage und einem guten Sonnenschutz unter dem Hofbaum stellte Nils Supthut den niedersächsischen Züchtern einen optimalen Standort für den diesjährigen Rauhwollertag zur Verfügung.

Mit dem Jährlingsbock Jan Cux (Kat.-Nr. 8) präsentierte Vera Knippenberg aus Cappel einen in Wolle und Äußerer Erscheinung harmonischen Bock. Der blau-graue Linie 5 – Bock erzielte bei der Bewertung jeweils eine 8 und konnte sich später auch den IRPL-Lammböcke-2018a-Preis sichern. Für diesen Erfolg erhielt die Züchterin eine bronzene Plakette des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums. Den Ib-Preis errang Michael Ruhnau aus Bülstedt mit seinem Bock Kat-Nr. 7.

Bei den Lammböcken sicherte sich Christoph Höller den Ia-Preis mit einem dunkelblauen Bock (Kat-Nr. 9) der Linie 4, dicht gefolgt von dem Bock Guido aus der Zucht Supthut, der besonders durch eine sehr lange Wolle punkten konnte. Für den Ia-Lammbock erhielt Christoph Höller eine Ehrenurkunde der Landwirtschaftskammer und eine VDL-Ehrenplakette.

In einer besonders großen Konkurrenz von 10 erstklassigen Jährlingsschafen erraRPL-Mutterschafe1-2018ng Jens Rummel aus Achim mit seiner „Barbie“ den Ia-Preis und eine silberne Preismünze der Landwirtschaftskammer. Die nächsten Plätze sicherten sich die Schafe „Farah Diba“ von Johanne Sailer aus Anderten und „Fiona“ aus der Zucht Supthut.

Zum Abschluss kämpften die weiblichen Lämmer um den Siegertitel, den dann Rebecca Kleinheitz mit dem Lamm Kat-Nr. 79 errang. Mit einer hervorragenden, 75 mm langen, blauen Wolle und einem sehr guten Exterieur konnte es sich vor dem Ib-Tier von Michael Ruhnau platzieren. Hier war die Entscheidung besonders eng, da die Ib-Preisträgerin RPL-Mutterlämmer-2018eine noch schönere Wolle vorweisen konnte und im Exterieur mit dem Ia-Schaf fast gleichauf war.
Insgesamt nahmen 89 Böcke und Mutterschafen von 19 verschiedenen Vatertieren aus 10 Betrieben teil. Preisrichter Robert von Stärk wies in seiner Kommentierung auf die breite genetische Basis der vorgestellten Tiere hin und betonte seine Begeisterung für die typvollen Tiere dieser vom Aussterben bedrohte Schafrassen hin.

Die Lehrfahrt der niedersächsischen Schafhalter führte knapp 40 Schafhalter ins Elsass nach Frankreich. Die gesamte Lehrfahrt war von Dr. Heine, dem ehemaligen Zuchtleiter des Landesschafzuchtverbandes Niedersachsen bestens vorbereitet worden.Burchard Schmücker informiert die nds. Züchter umfassend über seinen Betrieb

Auf dem Weg ins Elsass wurden am ersten Tag drei bundesweit bekannte Zuchtbetriebe besichtigt. Zunächst ging es ins westfälische Büren, zum Betrieb von Burkhard Schmücker, dem Vorsitzenden der Schafzüchtervereinigung Nordrhein-Westfalen. Er züchtet Schwarzköpfige Fleischschafe und Weiße Bergschafe. Daneben betreibt er einen gut florierenden Handel mit Schlachtlämmern und seit 2004 eine mobile Apfelsaftpresse. In Spitzenzeiten werden mit zwei mobilen Fahrzeugen bis zu 600 Tonnen Äpfel verarbeitet. Der anfallende Apfeltrester wird einsiliert und steht ab Weihnachten als Schaffutter zur Verfügung. Außerdem werden Ausgleichsflächen für Windkraftanlagen gepflegt. Als neustes Projekt baut Schmücker eine Zuchtanlage für Edelkrebse auf. Weiter ging die Fahrt zu Bernd Brüggemann, Ahlen, einem der führenden deutschen Texelzuchtbetriebe. Derzeit werden etwa 80 Mutterschafe und 20 Zutreter gehalten. Etwa 30 Zuchtböcke werden jährlich zur Körung vorgestellt und je zur Hälfte über die Auktion im Haus Düsse und ab Züchterstall verkauft. Auch die weibliche Nachzucht (Ablammergebnis: 194 %) kann überwiegend als Herdbuchtier vermarktet werden. Brüggemann hat 2007 23 wertvolle Zuchtschafe durch die Blauzungen-Krankheit verloren und impft auch jetzt noch selbstverständlich jährlich seine Zuchttiere. Spätnachmittags stoppt der Bus bei Theo und Friedel Bous in Alzheim, dem wohl bekanntesten deutschen Schwarzkopfzüchter. Der Betrieb mit 300 Zuchttieren wird von Vater und Sohn gemeinsam bewirtschaftet. Vormittags werden die Mutterschafe gehütet und nachmittags werden sie auf Zwischenfrüchten gekoppelt und können sich satt fressen. Alle Lämmer, die nicht zur Nachzucht benötigt oder als Zuchtlamm verkauft werden, gehen an einen Schlachtbetrieb, der 2,00 Euro je kg Lebendgewicht (ohne Abzug) bezahlt. Die Betriebsbesichtigung wurde im Schafstall fortgesetzt. Dort konnten sich die Fahrtteilnehmer von der Qualität pfälzischer Produkte – aus Lammfleisch und aus Weintrauben – überzeugen. An diesem Nachmittag wurde vom Wollhändler Sommer aus dem Elsass die Wolle abgeholt.  Dorthin führte uns die Reise am zweiten Tag. Die Gebrüder Sommer betreiben nicht nur eine Wollhandelsgesellschaft, sondern bewirtschaften auch einen Betrieb mit 1.000 Mutterschafen – ausschließlich Merinolandschafe.  Die Tiere werden etwa je zur Hälfte in Frankreich und in Deutschland gehalten und sind entsprechend mit unterschiedlichen Marken gekennzeichnet. Es gibt zwei Ablammphasen, im April und im Oktober. Angestrebt wird, dass die Mutterschafe dreimal in zwei Jahren lammen. Ein Großteil der Lämmer wird im Rahmen von muslimischen Opferfesten in eigens dafür errichteten Zelten geschlachtet. Im Beisein des Veterinärs dürfen die Tiere von muslimischen Geistlichen geschächtet werden. Bei der Schlachtung wiegen die Lämmer etwa 45 – 50 kg und Sommers bekommen für Bocklämmer 3 Euro und für weibliche Tiere 2,8 Euro je kg. Viele Arbeitsabläufe im Betrieb waren mechanisiert und rationell gestaltet. Das gesamte Futter wird selber gemischt. Die langen Futtertröge werden mit dem Futtermischwagen beschickt und die selbst gebauten Heu/Stroh-Rundballenraufen mit dem Frontlader. Die Futterflächen können von einer Person mit einem entsprechend umgebauten Quad schnell mit drei stromführenden Litzen eingezäunt werden. Die Wollhandelsgesellschaft kauft jährlich 2.000 Tonnen Schafwolle in Frankreich und Deutschland. Im Betrieb werden verschmutzte und vergilbte Partien aussortiert und einheitliche Partien zu etwa 350 kg schweren Wollpaketen zusammen gepresst. Diese Pakete werden per Bahn in den Hafen von Calais transportiert und von dort zum Waschen  und zum Verkauf an Kunden in China verschifft.Auch die Schafhaltung im Betrieb Bender, Lorentzen, war durchdacht und gut organisiert. Der junge Betriebsleiter war nach Wehrdienst und Ausbildung zum Schäfer zunächst drei Jahre lang beim Texelherdbuchzuchtverband beschäftigt und dort zuständig für die künstliche Besamung und Beratung der Zuchtbetriebe. Den Sprung in die Selbstständigkeit hat Bender mit 200 Mutterschafen und 20 ha bewirtschafteter Fläche gewagt. In wenigen Jahren hat er auf 850 Mutterschafe und 110 ha Fläche aufgestockt. Nebenbei werden auch noch etwa 6.000 Schlachtlämmer pro Jahr gehandelt. Bender erzeugt in seinem Betrieb INRA 401-Mutterschafe, das ist eine synthetische Rasse, bestehend aus Romanow und Berrichon du Cher und vereint die Eigenschafen dieser beiden Rassen hinsichtlich Fruchtbarkeit und Fleischleistung. Zutreter werden für 125 Euro je Tier an Gebrauchsschafhalter verkauft und dort zur Erzeugung von fleischigen Schlachtlämmern an Böcke der Rassen Ile de France oder Charolais oder Suffolk/Texel angepaart. Außerdem züchtet Bender Texel im Herdbuch. Die Zuchttiere, die wir gesehen haben, waren sehr gut bemuskelt und hatten gute Fundamente. Vom Rahmen her kamen sie uns etwas knapper vor als unsere bundesdeutschen Texel. Auffällig waren auch die sehr breiten Köpfe der Tiere. Seit 2003 werden im Betrieb nur noch scrapieresistente Böcke mit dem Genotyp ARR/ARR eingesetzt, so dass jetzt der gesamte Bestand scrapieresistent ist. Obwohl der Züchter nie Tiere auf Maedi untersucht, hat er nach eigenen Angaben keine daran erkrankten Tiere. Er hält Maedi für eine Krankheit alter Schafe und merzt konsequent alle Tiere im Alter von sechs Jahren. Sie lassen sich dann noch gut verkaufen und werden mit 65 Euro bezahlt.Auf dem Betrieb von Maurice und Stephan Huchot in Preuschdorf werden 1.000 Mutterschafe ,vor allem Kreuzungen aus Meinolandschaf mit Ile de France, Schwarzkopf und Texel gehalten. Während unserer Besichtigung waren mehrere Charolaisböcke im Deckeinsatz. Entsprechend bunt gemischt war die Mutterschafherde. Die Schlachtlämmer werden für 7 Euro je kg Schlachtgewicht an verschiedene Metzger selber vermarktet. Alle Tiere – auch die Schlachtlämmer werden elektronisch gekennzeichnet. Eine Ohrmarke mit Mikrochip kostet 80 Cent. In 2010 war die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit noch verpflichtend und es hat erfreulicherweise keine Erkrankungen mehr gegeben. In 2011 soll auch in Frankreich die Impfpflicht entfallen. Nach Angaben des Schäfers ist die Schafhaltung in Frankreich insgesamt stark rückläufig und in wenigen Jahren von 7 auf 5 Millionen Schafe zurückgegangen. Auch Francoir Brun aus Ensisheim, Vorsitzender des oberelsässischen Schäfervereins, berichtet von einem starken Strukturwandel und Rückgang der Schafhaltungen. Die Regierung versucht gegen zu steuern und gewährt Schafhaltungen mit mehr als 50 Mutterschafen eine jährliche Prämie von 21 Euro je Tier. Das Geld wurde allerdings nicht zusätzlich zu Verfügung gestellt, sondern an anderer Stelle im Agrarhaushalt gekürzt. Im Oberelsass gibt es nur noch 10 Halter mit mehr als 100 Tieren, darunter nur noch drei hauptberufliche Schäfer. Brun selber hat 450 Merinolandschafe und vermarktet seine Lämmer fast ausschließlich an muslimische Kunden. Dabei werden etwa 130 Euro je Lamm erzielt. Die Tiere lammen ganzjährig, ein Teil der Mutterschafe wird von der 87-jährigen Mutter gehütet. Die Hofnachfolge ist derzeit noch nicht gesichert.Deutlich besser war die Stimmung im Betrieb  der Eheleute Stürzer aus Obersteinbach. Beide kommen nicht aus der Landwirtschaft und der Betrieb ist flächenlos.  Trotzdem hat man vor acht Jahren den Sprung in die Selbständigkeit gewagt und einen Melkbetrieb mit 45 Ziegen gegründet. Heute werden 150 Milchziegen gehalten, weiße (auch Saanenziegen oder alpine Ziegen genannt) und braune Ziegen. Der Betrieb erhält keine Agrarsubventionen. Jede Ziege liefert etwa drei Liter Milch pro Tag, gemolken wird bis Weihnachten, danach stehen die Tiere etwa zwei Monate lang trocken. Jährlich werden 30 Tiere besamt, aber die Befruchtungsrate ist im Natursprung deutlich besser. Die Lämmer werden einen Tag nach der Geburt abgesetzt und im Alter von zehn Tagen enthornt. Die Bocklämmer werden bereits mit einem Gewicht von 7 – 11 kg (13 € je kg Lebendgewicht) direkt verkauft. Die Fütterung der Tiere erfolgt dreimal täglich, das gesamte Futter wird gekauft. Die Futterration wird im Jahresverlauf nicht verändert, wodurch ganzjährig eine gleich bleibende Qualität des Käses gewährleistet wird. Die gesamte Milch wird in der hofeigenen Molkerei zu Ziegenkäse verarbeitet. Mit dem eigenen Verkaufswagen fahren Stürzers zu vier Wochenmärkten in Frankreich und Deutschland. Ein kleinerer Teil des Käses wird an Restaurants und über den eigenen kleinen Hofladen vermarktet. Die anschließende Käseverkostung in Verbindung mit dem bekannten Pinot Noir werden viele Lehrfahrtteilnehmer sicherlich in guter Erinnerung behalten. Auf dem Heimweg wurden noch eine Kamelfarm im Schwarzwald, das Kirchenburgmuseum in Iphofen-Mönchsondheim und im westfälischen Marienmünster der Landschaftspflegebetrieb der Familie Humpert mit Weißen Gehörnten und Hornlosen Heidschnucken und Skudden besichtigt.

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