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Heidschnuckentag 2015

Erfolgreicher Heidschnuckentag 2015

Logo-head heideBeim Heidschnuckentag in Müden treffen sich traditionell Schafhalter und Züchter, um die vorgestellten Böcke zu begutachten und sich die zukünftigen Zuchtböcke für die eigene Herde zu sichern. Dem Erhalt der Rasse fühlen sich die Züchter im Ursprungsgebiet der Heidschnucke in besonderer Weise verpflichtet. Die vorgestellten 36 Jährlingsböcke stammten von 18 verschiedenen Vätern und bildeten damit einen hervorragenden Blick auf die vorhandene Genetik. Von den vorgestellten Böcken konnten 30 in Wertklasse I gekört werden. Alle Böcke wurden verkauft.

Peter Hinnerk Tewes aus Schmarbeck stellte mit der Katalog-Nr. 1 den Siegerbock „Mister Müden 2015“. Die Preisrichter Andreas Humpert und Michael Gertenbach überzeugte die typvolle Erscheinung in Kombination mit einer guten Fellfärbung und großer Körpertiefe und –Breite. Diese Ansicht hatten auch die Käufer so dass der Bock mit 1900,-€ zu den teuersten Böcken der Veranstaltung gehörte. Ein ähnliches Bieterduell bescherte auch dem großrahmigen Reserversiegerbock von Gerhard Oehlers aus Lauenbrück einen Zuschlagspreis von 1900,-€ durch einen Züchter aus Krefeld. Doch auch sein Stallgefährte OL-5851, der sich den Ic-Preis seiner Altersklasse sicherte, konnte durch Auktionator Dieter Brockhoff für 1900,-€ für eine Zuchtherde im Landkreis Uelzen zugeschlagen werden. Dies war gleichzeitig mit 100 kg Lebendgewicht der schwerste Bock der Veranstaltung. Das durchschnittliche Gewicht der Böcke lag bei 83 kg.

Wolfgang Oehlerking aus Bad Fallingbostel präsentierte mit der Katalog-Nr. 21 den Ia-Bock der mittleren Altersklasse. Dieser zeichnete sich durch eine besonders gute Fellfärbung bei gutem Exterieur und Bemuskelung aus. Aufgrund seiner Ausgeglichenheit konnte er sich gegen seine schwereren Konkurrenten durchsetzen und wird in Zukunft in einer anderen Stammzucht des Verbandes für Nachwuchs sorgen.

Alle 36 Böcke wurden zu einem Durchschnittspreis von 804,-€ verkauft, davon über 20% in andere Zuchtgebiete. Diese Verbreitung im gesamten Bundesgebiet bzw. auch im Ausland sichert auch den Erhalt der Rasse, die ursprünglich nur in der Lüneburger Heide vorhanden war.heidschnuckentag 2015 15 20150814 1599303476

Die Scarpie-Genotypisierung war kein Thema für die Zuchtauswahl. Die Mehrzahl der Böcke hatte zwar ein ARR in den Genen, aber nur ein Bock mit ARR/ARR konnte sich für die Veranstaltung qualifizieren. Für 500,-€ kaufte eine Stammzuchtherde diesen Bock zu einem günstigen Preis.

Als Siegerherde (beste durchschnittliche Prämierung der gekörten Böcke) wurde die Zucht Tewes mit einer bronzenen Plakette des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums ausgezeichnet. Es folgte die Herde Oehlers. Beide Zuchtbetriebe schafften es bei der Prämierung jeweils in einer Gruppe die ersten 4 Plätze zu belegen. Die folgenden Plätze sicherten sich die Herden Rüpke und Döhle (Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide).

Beim abschließenden Empfang des Verbandes lobte Landtagspräsident Bernd Busemann in seinem Grußwort die Passion der Züchter. Mit seinem Ausspruch „Schafzucht ist Freude, aber auch Bürokratie“ zeigte er Verständnis für die Probleme der Schafhalter. Gleichzeitig betonte er die Vorzüglichkeit der Schafhaltung für den Naturschutz. Den Erhalt der Artenvielfalt stellte auch Ortrun Humpert, als Vorstandsmitglied der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, in den Mittelpunkt ihres Beitrags. Eine ungeregelte Ausbreitung des Wolfes stellt diese Vielfalt für Grünland und Weidetiere in Frage. Hier ist eine gemeinsame Allianz aller Weidetierhalter und des Berufsstandes notwendig um Fehlentwicklungen den Ministerien aufzuzeigen und entsprechende Korrekturen zu fordern.
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