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15 Jan 2026 13:45

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15 Jan 2026 12:02Schaftage NordWest

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Zuchtprogramm für Ostfriesische Milchschafe geändert: Folgende Leistungsprüfungen werden bei d [ ... ]

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Kennzeichnungs- und Dokumentationsp...
26 Mar 2025 15:51

Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten beachten vor Antragsperiode 2025 in Agraförderung Nied [ ... ]

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Schafhalter bei Minister Lies

Die Vorsitzenden der niedersächsischen Schafzuchtverbände stellten in einem Gespräch am 05. Januar Minister Lies die Probleme der Schaf- und Weidetierhalter mit der Ausbreitung des Wolfes vor. Eine weitere ungehinderte Ausbreitung des Wolfes ist für die Weidetierhalter nicht hinnehmbar. Die Vorsitzenden wiesen darauf hin, dass auf vielen Flächen und Regionen (z.B. Deiche) kein Grundschutz gegen den Wolf erstellt werden kann und Wölfe, die den Grundschutz wiederholt überwunden haben, auch kurzfristig entnommen werden müssen. Die Forderung des Wolfsbüros immer höhere Zäune zu bauen, ist für die Schafhaltung nicht umsetzbar und zumutbar.
Um die Aussagen der Vorsitzenden zu untermauern, wurde Minister Lies die KTBL-Studie zu den Kosten des Herdenschutzes und das Gutachten über den Wolf in Deutschland von Professor Pfannenstiel überreicht. Durch die KTBL-Studie ist jetzt belegt, dass die Kosten für die Wolfabwehr zu ca. 90% bei den Schafhaltern liegen und die staatliche Förderung derzeit lediglich ca. 10% der Gesamtkosten entschädigt.
Der Minister will in Zukunft in jedem Wolfrudel mindestens ein Tier besendern, um genauere Daten über die Wölfe zu erhalten, um dann über eine Entnahme entscheiden zu können.
Lies befürwortete die Forderung der Schafhalter auf Freigabe und Veröffentlichung der untersuchten DNA, um einen Abgleich mit anderen Instituten zu ermöglichen. Auch sollen Hybriden grundsätzlich entnommen werden.
Dem Ministerium zufolge ist es bis heute noch nicht gelungen ein gemeinsames Monitoring mit Polen durchzuführen! Diese Aussage vor dem Hintergrund, dass die „Deutsch-Westpolnische Population“ unabhängig von der Baltischen-Population sein soll, ist doch erstaunlich, wenn bislang kein entsprechendes Monitoring stattgefunden hat.
Zu der Forderung der Schafhalter nach einem Rechtsanspruch auf Förderung und Entschädigung für durch den Wolf entstandene Kosten äußerte der Minister sich nicht. Er sagte allerdings zu, dass das Wolfsmanagement in Niedersachsen alle gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen wird, um die Weidetierhalter zu unterstützen. Die Überarbeitung der Förderrichtlinie soll in Abstimmung mit den Weidetierhaltern erfolgen.
Der Minister bot den Schafzuchtverbänden auch an zusammen mit ihm nach Brüssel zu fahren, um dort direkt mit der EU-Kommission die Forderungen und Probleme zu besprechen.
Positiv registrierten die Vorsitzenden, dass der Minister sich intensiv mit der Problematik befassen will und ein offener Austausch möglich war. Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich der Umgang mit dem Wolf in Niedersachsen ändert und ob die Schaf- und Weidetierhalter, in ihrem Bemühen extensive Wiesen zu erhalten, unterstützt werden.

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