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10 Okt 2018 15:05Erneut starkes Interesse an Ostfriesischen Milchschafen

Erneut starkes Interesse an Ostfriesischen Milchschafen Der Landesschafzuchtverband Weser-Ems ver [ ... ]

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10 Okt 2018 10:45Auktion für Fleischschafrassen in Rodenkirchen

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10 Okt 2018 10:42Größte niedersächsische Auktion in Cloppenburg

Größte niedersächsische Auktion in Cloppenburgie erste große Körung und Schafauktion fand in [ ... ]

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1200 €­ für Bentheimer Bock
10 Okt 2018 10:381200 €­ für Bentheimer Bock

1200 €­ für Bentheimer Bocknsgesamt 73 Bentheimer Böcke standen im Katalog der Veranstalt [ ... ]

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Ministerin Otte-Kinast zeichnet erf...
04 Sep 2018 10:49Ministerin Otte-Kinast zeichnet erfolgreiche Schafzüchter in Wüsting aus

Ministerin Otte-Kinast zeichnet erfolgreiche Schafzüchter in Wüsting aus.Nach 10 Jahren fand zum [ ... ]

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17. Int. Milchschaftagung Hannover
28 Aug 2018 08:5617. Int. Milchschaftagung Hannover

17. Internationalen Milchschaftagung vom 12.-14. Oktober 2018 in Hannover Der Landesschafzuchtver [ ... ]

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Wettbewerbsgleichheit in Europa auch für deutsche Schafhalter

Die Vereinigung der Deutschen Landesschafzuchtverbände (VDL) bittet die Bundesregierung, zeitnah vor dem 01.08.2018 gemäß VO (EU) Nr. 1307/2013 bei der EU-Kommission die Einführung einer Weidetierprämie für Schafe in Deutschland anzuzeigen.
Mit der fristgerechten Mitteilung soll die Einführung der Weidetierprämie zum Jahresbeginn 2019 ermöglicht werden. Im Jahr 2005 wurden noch 2,64 Millionen Schafe im Bundesgebiet gezählt. Im Jahr 2014 nur noch 1,6 Millionen Schafe. Dies ist ein Rückgang von 40 % innerhalb von 10 Jahren.
Die Schafhaltung in Deutschland wurde bis 2004 über die „Mutterschafprämie“ gefördert. Schafhalter, die mehr als 7 Mutterschafe in ihrem Bestand gehalten haben, bekamen pro Mutterschaf max. 28,00 € Prämie. Mit der Agrarreform wurde diese Förderung gestrichen und die Flächenprämie eingeführt. Dies führte in der Flächenbewirtschaftung dazu, dass viele der Flächen nicht mehr durch Schafe und Ziegen beweidet werden und die Anzahl der zur Beweidung benötigten Schafe und Ziegen reduziert wurde. Viele Flächen-Eigentümer gingen dazu über, auf Wiesen und Weiden Heu zu gewinnen oder gar nur eine Mulchmahd durchzuführen, um in den Genuss der Flächenprämie zu kommen.
Diese Art der Flächenpflege ist wesentlich einfacher als eine zeitaufwendige und arbeitsintensive Beweidung der Flächen mit Schafen und Ziegen. Die gewährte Flächenprämie deckt bei der maschinellen Bewirtschaftung die Kosten des Bewirtschafters; aber sie ist nicht kostendeckend bei der Beweidung der Flächen.
Mit Einführung der Flächenprämie entstand ein großer Kampf um „Grünlandflächen“.
Schaf- und Ziegenhaltung findet seither überwiegend nur noch auf Naturschutzflächen, in Steillage-Gebieten oder auf Dämmen und Alpen statt. Diese Flächen sind überwiegend im Besitz von Bund, Kommunen oder dem Land. Der Bund trägt für diese Flächen europaweit eine besondere Verantwortung.
FFH Flächen müssen in ihrem artenreichen Zustand erhalten werden, sind streng geschützt und dürfen sich nach dem Naturschutzrecht nicht verschlechtern. Viele dieser FFH Flächen sind nur durch die Beweidung mit Schafen und Ziegen entstanden und können auch nur durch die Beweidung mit Schafen und Ziegen in ihrem Zustand erhalten bleiben. Oftmals ist bei Nutzung der Agrarumweltprogramme ein Mindestanteil an Ziegen in den Schafherden zur Sicherstellung des Verbisses von unerwünschtem Baumbewuchs erforderlich. Es ist bereits jetzt ersichtlich, dass Landschaftsschutzgebiete, Naturschutzgebiete, Dämme, Alpen und FFH-Flächen nicht mehr oder nicht mehr ausreichend gepflegt werden. Und dieser Trend wird in den nächsten Jahren sicherlich anhalten, sofern die Schäfer keine „aufwandsgerechte“ Entlohnung für Ihre Leistungen erhalten.
Wenn diese Aufgaben seitens des Bundes nicht mehr erfüllt werden könne, kann es zu einem Anlastungsverfahren durch die EU kommen. Der Nährstoffgehalt von FFH-Flächen ist im Vergleich zum Grünland sehr gering. Um ein fruchtbares Muttertier und ein marktgerechtes Lamm zu erzeugen, müssen die Schafe und Ziegen mit teurem, zugekauftem Futter versorgt werden. Auch dies hat die Situation der Betriebe mit Einführung der Flächenprämie verschlechtert.
Schafe sorgen ressourcenschonend, artgerecht und regional für hochwertige Lebensmittel.
Sie nehmen eine wichtige Aufgabe in der Landschaftspflege wahr, die weder durch andere Tierarten noch durch Maschinen in der gleich guten Qualität erbracht werden können. Kleine Wiederkäuer garantieren mit ihrer speziellen Arbeitsweise Biodiversität in den unterschiedlichsten Landschaftstypen und sorgen für Erosionsschutz.
Die Weidetierhaltung ist die natürliche Form für die Haltung von Raufutter verzehrenden Nutztieren. 2010 ließen 93 % der Schafhalter in Deutschland ihre Schafe weiden. Die beweidete Fläche betrug 431.000 Hektar, was rund 9 % des Dauergrünlands entsprach. Dies gilt als gesellschaftlich erwünscht. Gleichermaßen ist hervorzuheben, dass unsere heutige Kulturlandschaft im ländlichen Raum maßgeblich durch Beweidung geformt wurde und heute erhalten wird. Beweidetes Grünland dient nachhaltig der CO2-Senkung und damit dem Klimaschutz. Entfällt diese Art der Landschaftspflege, kann das das Aus für viele Pflanzenarten bedeuten. Und bei der Deichpflege sorgen sie mit ihrem so genannten goldenen Tritt für den Erhalt der Deiche und damit für die Sicherheit der Menschen hinter den Deichen und bieten oft Touristen einen attraktiven Anblick.
Nicht zuletzt bieten sie Schäfern Arbeitsplätze in einem traditionellen Beruf, der nachhaltige Produktion im ganzheitlichen Ansatz sicherstellt – aber für viele immer am Ende der landwirtschaftlichen Einkommensskala steht. Der Berufsstand unterliegt zu dem stark der demografischen Entwicklung und auf Grund der fehlenden Perspektiven einem Mangel an Berufsnachwuchs. Sind in Deutschland bald auch die Schäfer auf einer Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Berufe zu finden?
In 22 EU-Mitgliedstaaten werden Weidetierprämien für die Schafhaltung gezahlt. Diese Prämien sind aus Sicht der Europäischen Kommission wesentlich für eine Stabilisierung der Schafhaltung auf EU-Ebene. Der Rückgang der Schafhaltung in Deutschland seit 2005 ist im Wesentlichen auf die Entkoppelung und das Fehlen einer gekoppelten Prämie zurückzuführen. Um diese Fehlentwicklung zu korrigieren und zumindest eine Stabilisierung der Schafzahlen in Deutschland zu erreichen, ist dringend, d. h. vor der nächsten GAP-Reform, die Einführung einer Weidetierprämie für die Schafhaltung erforderlich. Wir fordern Wettbewerbsgleichheit in Europa auch für deutsche Schafhalter

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