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Heidschnuckentag 2016
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67. Tag der Heidschnuckenzüchter
am 14. Juli 2016 in Müden / Örtze

Die Heidschnuckenzüchter feiern am Donnerstag, dem 14. Juli ihren traditionellen Heidschnuckentag in Müden / Örtze im Landkreis Celle.

pdfDownload für den Katalog zur Veranstaltung2.32 MB

Züchter, Halter und Freunde der Grauen Gehörnten Heidschnucke treffen sich jedes Jahr auf dieser einzigartigen Veranstaltung, um die Vorstellung, Prämierung und Versteigerung der jungen Zuchtböcke zu erleben.

In der malerischen Umgebung um den Parkplatz des Gasthauses „Zum Heidesee“ werden auch wieder viele Touristen und Besucher erwartet, die sich über die Heidschnuckenhaltung informieren und das besondere Flair dieses ursprünglichen Zuchttiermarktes genießen möchten.

Viele Vertreter aus Politik und Verwaltung nehmen an dieser Veranstaltung teilnehmen, um ihre Verbundenheit mit der Heidschnuckenhaltung zu zeigen und auf deren Bedeutung für die Region und insbesondere den Tourismus hin zu weisen.

Beim abschließenden Empfang des Verbandes werden beim gemeinsamen Heidschnuckenessen, neben den Grußworten der Ehrengäste, die Preisrichter über ihre Eindrücke berichten. In diesem Jahr wird u.a. der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil an dem Empfang des Heidschnuckenverbandes teilnehmen und sich mit den Heidschnuckenhaltern austauschen.

Für die Schnuckenhalter ist der Müdener Heidschnuckentag nicht nur ein Auktionsort, sondern der Treffpunkt zum Informationsaustausch und Klönschnack, bei dem auch die Probleme der Schafhaltung erörtert und im Schulterschluss mit den politischen Mandatsträgern diskutiert werden.

Für diese „Elite der Heidschnucken“ unterliegen die Böcke besonders hohen Anforderungen. In einem strengen und umfangreichen Auswahlverfahren müssen sich die Zuchtböcke gegen ihre Konkurrenten durchsetzen, um eine Zulassung zu erhalten. Neben überdurchschnittlichen Leistungen in der Entwicklung des Tieres und der Fruchtbarkeit der Mutterschafe wird besonderer Wert auf ein hervorragendes Exterieur gelegt. Gleichzeitig soll das Vlies einen optimalen Schutz des Tieres gewährleisten und eine rassetypische Zeichnung und Struktur aufweisen.

Aus den über 4000 geborenen Lämmern der 17 Zuchtbetriebe werden lediglich die 40 besten Jährlingsböcke zur Auktion zugelassen. Dort werden die Böcke nochmals von der Körkommission bewertet und anschließend von den Preisrichtern rangiert und kommentiert, damit den Käufern alle verfügbaren Informationen zu den vorgestellten Tieren vorliegen.

Strengste Hygieneanforderungen sorgen für gesunde und vitale Zuchttiere und gewährleisten den Erhalt der Population innerhalb der Lüneburger Heide. Alle beteiligten Zuchtbetriebe haben sich verpflichtet die umfangreichen Anforderungen ein zu halten und werden jährlich mehrmals durch den Schaf- und Ziegengesundheitsdienst sowie die Veterinärämter kontrolliert.

Zur Qualitätssicherung des Zuchtprogramms sind die Abstammungen aller Stammböcke in den Herden und vieler Auktionsböcke per Gentest abgesichert. Die genetische Varianz wird über den Einsatz möglichst viele Deckböcke mit unterschiedlichen Blutlinien in den Stammherden erhalten. Dieses umfangreiche genetische Reservoir steht auch auf dem Heidschnuckentag zur Verfügung und ist einer der Gründe für die überregionale Bedeutung der Schau.

Die Graue Gehörnte Heidschnucke ist eine der ursprünglichsten deutschen Schafrassen und in besondere Weise mit ihrem Ursprungsgebiet der Lüneburger Heide verbunden. Ein Erhalt der Heide ist ohne die Heidschnucke nicht möglich und die Heidschnucken sind auf die Heideflächen als Futterflächen angewiesen. Nur durch die Beweidung der Flächen mit den Schnucken wird der Kreislauf aufrechterhalten, der für dieses einzigartige Biotopsystem der Heide notwendig ist. Gleichzeitig sorgt diese extensive Futtergrundlage auch für die Vitalität und Anspruchslosigkeit der Rasse und den nötigen Selektionsdruck, um diese Eigenschaften auch in Zukunft zu erhalten.

Erfreulicherweise ist die Anzahl der Zuchttiere in den letzten Jahren gestiegen, so dass die Sorgen um den Erhalt dieser landschaftsprägenden Rasse geringer geworden sind. Aufgrund der geringen Wirtschaftlichkeit und der erhöhten gesetzlichen Anforderungen sinkt aber die Anzahl der kleineren Schafhalter, vor allem da häufig keine Nachfolger für die Betriebsübernahme gefunden werden.

Die Veranstaltung bietet den passionierten Züchtern und Haltern aus dem gesamten Bundesgebiet die Möglichkeit, einen gekörten und leistungsgeprüften Bock aus dem Ursprungsgebiet der Heidschnucken zur Verbesserung der eigenen Herde zu ersteigern. Gleichzeitig stieg in den letzten Jahren die Nachfrage nach Zuchttieren aus dem benachbarten EU-Ausland.

Zur Freude der Zuschauer wird Auktionator Dieter Brockhoff auch in diesem Jahr wieder mit humorvollen und schlagfertigen Sprüchen zur Belustigung beitragen und Käufern und Besuchern spannende Bieterduelle präsentieren.

Eine Vielzahl von Informationsständen rund um die Heidschnucke und mit den Erzeugnissen der Heide vervollständigt die Veranstaltung. Die Tourismusverbände bieten zusammen mit der örtlichen Gastronomie ein interessantes Rahmenprogramm an, das für zahlreiche Heidegäste ein besonderer Höhepunkt sein wird. Der Verkehrsverein Müden ist unter Tel.: 05053- 989 222 zu erreichen.

Auktionsort: 29328 Müden, Schulstr. 11 (Gasthaus „Zum Heidesee“)

Zeitplan:

              7.30 Uhr    Körung

        ca. 9.45 Uhr    Prämierung

        ca. 11.00 Uhr   Versteigerung

        ca. 14.00 Uhr   Heidschnuckenessen mit Berichterstattung und

                                Preisverleihung (Anmeldung über den Veranstalter)

Veranstalter:

Verband Lüneburger Heidschnuckenzüchter e.V.
Johannssenstr. 10, 30159 Hannover
Tel: ( 0511 – 32 97 77 ; FAX 0511 – 300 43 86,
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