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Tierschau in Lindern mit Bundesschau der OuessantschafeRichten der Ouessantschafe
 
 
Bei strahlendem Sonnenschein fand am 29.08.2015 die 17. Oldenburger Münsterlandschau in Lindern statt. Wie in den Jahren zuvor präsentieren die Schafzüchter der Landkreise Cloppenburg und Vechta ihre Tiere auf der Schau, darüber hinaus konnten Ouessantschafe aus dem gesamten Bundesgebiet ausgestellt werden. Die Interessengemeinschaft Ouessantschaf e.V. hatte zum Jahrestreffen mit Tierschau geladen.

 

 

Im gewöhnlichen Teil der Münsterlandschau wurden neben Ouessantschafen auch Coburger Füchse, Kamerun, Berrichon du Cher, Nolana, Suffolk und Weißköpfige Fleischschafe präsentiert. Es wurden 48 Tiere von vier Züchtern aufgetrieben. Da je Rasse nur ein Züchter Tiere aufgetrieben hatte begann der spannende Teil des Richtgeschehens erst mit dem Sammlungswettbewerb. Die Preisrichter Heiko Schmidt und Nadja Heftrich-Becker erklärten die Berrichon Besitzersammlung aus der Zuchtgemeinschaft Bergmann & Kampen (Scharrelerdamm) zur Siegersammlung. Heiko Schmidt betonte die Einheitlichkeit der Tiere sowie deren gute Bemuskelung. Die Ermittlung des Siegerschafes gestaltete sich etwas schwieriger, es gab eine Reihe exzellenter Einzeltiere und es durfte trotz der Rassevielfalt nur ein einziges Siegertier ermittelt werden. Letztendlich ging der Titel an die Katalognummer 29 ein Kamerunschaf aus der Zucht von Theresia Loschen (Bethen). Siegersammlung und Siegerschaf wurden mit der bronzenen Plakette der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ausgezeichnet.

Zum IGOU-Treffen waren 17 Aussteller aus acht Bundesländern angereist. Der Katalog umfasste 108 Tiere von denen sich 94 der Konkurrenz im Ring stellten. Alle Tiere wurden vorab gemessen und gewogen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde bei der Klasseneinteilung neben Alter und Geschlecht auch die Farbe berücksichtigt, wodurch sich Klassengrößen von drei bis 17 Tieren ergaben, große Klassen wurden unterteilt, sodass nie mehr als acht Tiere im Ring rangiert werden mussten. Die sechs niedersächsischen Züchter stellten etwa 55% der Tiere und waren äußerst erfolgreich. Von den 21 zu vergeben Plaketten verließen nur sechs Niedersachsen.

Den Reigen eröffnet der schwarze Altbock „Remus 7 vom Tannenhof“ (Nr. 2), der nach 2010, 2013 zum dritten Mal alle Tiere seiner Altersklasse auf die Plätze verwies. Der von Alfred Janßen (Emlichheim) gezogene Bock befindet sich im Eigentum von Jürgen Schneider (Elsfleth). Bei den 2-jährigen schwarzen Böcken gab es ein Kopf an Kopf Rennen in der älteren Gruppe, die drei in Weser-Ems gezogenen Böcke hatten bereits im vergangen Jahr konkurriert, in diesem lag der Bock „SEL Pern 3“ (8) aus der Zucht Schneider leicht vorn, er erhielt auch den Vorrang vor dem Ia-Bock der jüngeren Klasse – auch dieser Bock kam aus Weser-Ems Züchter und Besitzer sind Ludger und Franz-Josef Kreinest (Steinfeld). Bei den schwarzen Jährlingsböcken setzte sich ein Bock aus der Zucht von Armin Bergmann (Scharrelerdamm) durch, der Reservesieger kam von Uta Reichenbach (BW). In der Klasse IV konnte sich Cornelia Meyer (Dahlem) freuen, sie präsentiere erstmalig ein Tier auf einem IGOU-Treffen und errang gleichen einen Siegertitel mit Ihrem braunen Altbock. Die Klasse V dominierte der Bock „Lorenzo“ (32) von Christel Borchers (Jameln), dieser typvolle Bock bestach durch guten Körperbau, ausgeprägte Männlichkeit und eine strahlend weiße Farbe. Die Gebrüder Kreinest konnten die Klasse VI mit einem braunschimmel Bock für sich entscheiden. In der letzten Bockklasse setzte sich ein brauner Jährling aus der Zucht von Reichenbach durch.

Bei den Schafen gab es Ia-Preise für: Apollonia Derks (Bayern) Reservesieger Altschaf schwarz, Armin Bergmann Sieger Altschafe schwarz und Sieger Jährlingsschafe schwarz, Willi Hüllmann (SH) Sieger zweijährige Schafe schwarz, Brigitte Mohaupt (NRW) Jährlingsschafe schwarz, Paul Bergmann (Scharrelerdamm) Reservesieger Jährlingsschafe schwarz, Christel Borchers Sieger Jährlingsschafe weiß und Sieger Altschafe weiß & braun, Horst Meyer (MV) Sieger 2jährige Schafe braun und Gerhard Paul (Laar) Sieger Jährlingsschafe braun & grau.

Zum großen Finale kamen alle Siegerböcke in den Ring. Schnell war klar, dass für den Gesamtsieger nur die Katalognummern 2, 8 und 32 in Frage kamen, nach kurzer Absprache in der Jury verkündete Dr. Horst Roller (BW), dass Sie der Katalognummer 8 den Titel „bester Bock“ aller Farben zuerkennen. Ausschlaggebend waren sein guter Körperbau, die intensive Farbe und die harmonischen Übergänge.

Bei den Schafen konnten sich mehr Züchter Chancen ausrechnen. Die Jury endschied sich auch hier für ein schwarzes Tier, die Katalognummer 52 aus der Zucht von Armin Bergmann wurde zum „schönsten Schaf“ aller Farben gekürt. Mit 44,0 cm Wiederristhöhe und 14,2 kg Gewicht hätte das Schaf Idealmaße und sein ein rundum sehr gutes Zuchttier erklärte Henk Slaghuis (NL) in seiner Begründung. Er lobte die Veranstaltung und betonte, dass die Spitzentiere nicht schlechter seien als die niederländischen.

Die Züchter Schneider und Bergmann erhielten für ihre Gesamtsieger jeweils die bronzene Plakette der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Zur Freude der Veranstalter und Züchter war erstmalig eine größere Gruppe Züchter aus dem benachbarten Ausland angereist. So konnten sich elf Züchter aus den Niederlanden und zwei aus Belgien von der Qualität der deutschen Ouessantschafe überzeugen.

Text: Armin Bergmann 1. Vorsitzende der Interessengemeinschaft Ouessantschaf e.V. Fotos: Jürgen Schneider, Klaus Gerdes

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