die Geschichte des Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e.V.
LSV Weser-Ems LogoDie Schafhaltung hat im früheren Jahrhundert wegen ihrer vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten – Fleisch, Wolle, Felle, Milch – eine sehr bedeutende Rolle gespielt. In zahlreichen Chroniken wird von bodenständigen Marschschafen an der Nordseeküste von Oldenburg und Ostfriesland berichtet. Die Tiere galten als großrahmig und fruchtbar und hatten eine sehr gute Säugeleistung. Die organisierte Schafzucht begann 1897 als in Norden/Ostfriesland der Milchschafzuchtverein Norden gegründet wurde. Am 31.10.1898 wurde ein Stammbuch für Böcke angelegt und der erste Zuchtbock mit dem Namen „Erster" dort eingetragen. Das Zuchtbuch ist im Original erhalten. Weiter westlich begann man ab Mitte des 19. Jahrhunderts durch Import und Einkreuzung der Rassen Leicester Longwool und Cotswold die Fleischleistung der dort vorhandenen Marschschafe zu verbessern. Durch diese Einkreuzung bildeten sich neue Rassen wie das Butjadinger Marschschaf oder das Wilstermarschschaf (heute: Weißköpfiges Fleischschaf). In einigen Regionen wurden auch hier Züchtervereinigungen gegründet, z. B. im September 1918 die Vereinigung der Züchter des schweren frühreifen Butjadinger Marschschafes mit etwa 40 Züchtern. Sie war von der DLG anerkannt und hatte ihren Sitz in Rodenkirchen. Innerhalb von drei Jahren waren 6.408 Mutterschafe und 811 Zuchtböcke in das Zuchtbuch eingetragen.
Bereits damals wurden die Tiere mit Metallmarken individuell gekennzeichnet und es gab zentrale Kör- und Prämierungsveranstaltungen.
Im Jahre 1934 wurde dann der Landes-Schafzuchtverband Oldenburg-Bremen, Rodenkirchen und 1937 der Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e.V., Oldenburg gegründet. Damals gab es noch verschiedene Bezirksabteilungen wie z. B. in der Zuchtabteilung B die Bezirksabteilung Ostfriesland, Verband Ostfriesischer Milchschafzüchter – Vereinigungen (VOM). Erst 1965 wurde der VOM aufgelöst und dem Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e.V. eingegliedert. In den anderen Bezirksabteilungen Emsland, Osnabrück, Oldenburg Nord und Oldenburg Süd wurden frühzeitig Zuchtbücher für die Rassen Bentheimer Landschaf und Weiße Gehörnte Heidschnucke geführt. Auch diese beiden Rassen haben ihren Ursprung im Weser-Ems-Gebiet, welches auch heute noch das vorrangige Verbreitungsgebiet ist. Später kamen Schwarzköpfige Fleischschafe und Graue Gehörnte Heidschnucken hinzu.
 
Heute betreut der Landes-Schafzuchtverband Weser-Ems e.V. folgende Rassen:
   
Fleischschafrassen Berrichon du Cher, Blauköpfiges Fleischschaf, Charmoise, Kerry-Hill, Schwarzköpfiges Fleischschaf, Shropshire, Suffolk, Swifter, Texel, Weißköpfiges Fleischschaf, Zwartbles
   
Milchschafrassen Ostfriesisches Milchschaf (weiß, schwarz, gescheckt)
   
Landschafrassen  Alpines Steinschaf, Bentheimer Landschaf, Coburger Fuchsschaf, Gotländisches Pelzschaf, Graue Gehörnte Heidschnucke, Jakobschaf, Ouessantschaf, Rauhwolliges Pommersches Landschaf, Rhönschaf, Romanowschaf, Scottish Blackface, Skudde, Ungarisches Zackelschaf, Walliser Schwarznasenschaf, Weiße Gehörnte Heidschnucke, Weiße Hornlose Heidschnucke
   
Haarschafrassen Barbados Blackbelly, Dorper, Kamerun, Nolana, Wiltshire-Horn

 
Das Zuchtgebiet des Verbandes umfasst das Gebiet der ehemaligen Landwirtschaftskammer Weser-Ems und der Stadt Bremen.

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