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Bei dem EDV-Programm OVICAP, welches seit einiger Zeit bei der Firma Vereinigte Informationssystem Tierhaltung (VIT) weiterentwickelt wird, handelte es sich zunächst um ein Datenbanksystem für die Herdbuchzucht, welches den deutschen Züchtervereinigungen dazu dient, die Abstammungs- und Leistungsdaten der Herdbuchtiere zu erfassen, um dann verschiedene Listen, Kataloge, Zuchtbescheinigungen und andere Dokumente zu erstellen. 14 von 15 dt. Schafzuchtverbänden und zahlreiche Ziegenzuchtverbände arbeiten mit dem Programm. Das Aussehen von Katalogen und von Zuchtbescheinigungen wurde vereinheitlicht. Seit einiger Zeit können aber nicht mehr nur die Mitarbeiter der Züchtervereinigungen mit dem Programm arbeiten, sondern auch die Züchter selber. Notwendig sind dafür lediglich ein Internetzugang und eine Freischaltung über die Züchtervereinigung, deren Mitglied der Züchter ist. Davon machen in Niedersachsen bereits mehr als 320 Züchter Gebrauch.  Zunächst konnten die entsprechend registrierten Züchter nur die Ablammungen der eigenen Zuchtschafe registrieren und sich verschiedene Arten von Listen ausdrucken. In einem weiteren Schritt wurden alle Abstammungen der Tiere freigeschaltet, so dass jeder Züchter Ahnenforschung betreiben kann, auch wenn die Ahnen in den Zuchtbüchern anderer Verbände registriert sind. Es folgte in 2012 das Deckregister, über das die Züchtervereinigung vor der Lammung darüber informiert wird, welcher Deckbock bei welchem Zuchtschaf zum Einsatz gekommen ist. Diese Deckregister sind bei den Züchtervereinigungen Pflicht, können aber natürlich nach wie vor auch handschriftlich geführt werden. Die Einführung der Deckregister soll, wie die geplante systematische Einführung der Abstammungsüberprüfungen, der Erhöhung der Abstammungssicherheit dienen.

Seit 2012 kann nun jeder Züchter, der für Ovicap freigeschaltet ist, eine Anpaarungsplanung für seinen Zuchttierbestand vornehmen. Zunächst konzentriert sich die Anpaarungsplanung auf das Problem Inzucht, später soll auch eine Anpaarungsplanung nach Zuchtwerten ermöglicht werden. Im derzeitigen Entwicklungsstadium wird auf der Grundlage der im Betrieb vorhandenen Deckböcke und Zuchtschafe für jede mögliche Paarung ein Inzuchtkoeffizient berechnet, so dass der Züchter das Risiko von Inzuchtdepressionen abschätzen kann. Dabei werden derzeit 5 Generationen Vorfahren berücksichtigt. Es besteht auch die Möglichkeit, die bei Verkaufsveranstaltungen angebotenen Deckböcke der entsprechenden Rassen bereits vor der Veranstaltung daraufhin zu untersuchen, bei welchen Zuchtschafen des eigenen Bestandes durch die Paarungen erhöhtes Risiko durch Inzucht zu erwarten ist. Auch abseits von Verkaufsveranstaltungen kann jeder Bock, der in den Zuchtbüchern der Ovicap angeschlossenen 14 Züchtervereinigungen registriert ist, entsprechend überprüft werden. Wenn in Zukunft in die Anpaarungsplanung auch noch die Ergebnisse einer neuen Zuchtwertschätzung einfließen, wird sich Ovicap für den Züchter immer mehr zu einem unverzichtbaren Zuchtmanagement-Programm entwickeln. Ein notwendiges Werkzeug wird es auch für die Durchführung von Erhaltungszuchtprogrammen bei vom Aussterben bedrohten Schafrassen werden.

Das Handbuch zu OVICAP finden Sie im Mitgliederbereich.

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