Brillenschaf

Brillenschaf
vom Aussterben bedroht

Rasse-Beschreibung:
Das Brillenschaf gehört zur Gruppe der alpinen Bergschafrassen und hat seinen Ursprung in Kärnten. Eine Besonderheit war die feine und dichte Wolle, die es vom Paduaner Schaf geerbt hatte und die dem Vlies einen auffallenden Seidenglanz verlieh. Wegen dieser glänzenden feinen Wolle bekam das Brillenschaf auch den Namen Spiegelschaf. Das Kärntner Brillenschaf war die erste bedeutende Bergschafrasse der Alpen, die auf viele andere Bergschafrassen Einfluss genommen hat.Das großrahmige Schaf hat ein weißes, schlichtwolliges Vlies mit einer Faserstärke von 32 bis 38 Mikron.

Brillenschaf

     
Rasse-Merkmale: Der lange, schmale, unbewollte Kopf ist hornlos, ramsnasig und trägt breite, hängende Ohren. Die typische Pigmentierung (Brille) soll das Auge gleichmäßig umgeben und kann zur Nase hin verschoben auftreten. Die unteren ein bis zwei Drittel der Ohren sind schwarz pigmentiert. An der Unterlippe und am Kinn sind geschlossene Pigmentflecken ebenfalls möglich.

Rasse Kennzeichen:

Brunstverhalten: ganzjährige Paarungsbereitschaft

Herkunft: Die Ursprünge des Brillenschafes, das auch als Kärntner Brillenschaf oder Spiegelschaf bei uns bekannt ist, reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, als Paduaner Schafe und Bergamaskerschafe aus Norditalien in das in Kärnten bodenständige Steinschaf eingekreuzt wurden. Das Paduaner Schaf hat seine Heimat im östlichen Oberitalien, in den fruchtbaren Küstengegenden des adriatischen Meeres. Es ähnelte in der äußeren Erscheinung dem Bergamaskerschaf, erreichte aber nicht dessen Größe und Hochbeinigkeit. Zudem war die Wolle des Paduaner Schafes deutlich feiner und dichter, weshalb es vor Einführung der Merinos auch nach Schwaben und Franken zur Verbesserung der Schafzucht gebracht wurde.Das ursprüngliche Zuchtgebiet des Brillenschafes war das ehemalige südliche Kärnten (Karnische Hauptkette, Karawanken, Steiner Alpen), das 1920 an Slowenien fiel, Zuchtzentrum war der Ort Seeland, der den Namen Seeländer Schaf für das Kärntner Brillenschaf im heutigen Slowenien prägte. Ausgehend von Kärnten breitete sich das damalige Zuchtgebiet in die Steiermark bis ins südöstliche Oberbayern aus.

Verbreitung: ca. 1000 Stk. in Bayern

Leistungsprüfung: Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 230 - 280 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 40 - 42 kg.

Zuchtziel: Züchtung eines anpassungsfähigen, anspruchslosen Schafes für die Gebirgsregion, das sich besonders durch Frühreife, Langlebigkeit und Anpassung für niederschlagsreiche Gebiete eignet.

Leistungsangaben:

Körpergewicht
in kg

Vliesgewicht
in kg

Ablammergebnis
in %

Widerristhöhe cm max.

Altböcke

 

Jährlingsböcke

 

Mutterschafe
Jährlingsschafe

 


Weitere Informationen:

Züchter in den Verbänden: LSV
Niedersachsen
LSV
Weser-Ems
Stader
Schafzuchtverb.
Lüneburger Heidschnuckenzüchter

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