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Schwarzbraune Bergschaf = Juraschaf oder Elbschaf

Schwarzbraune Bergschaf = Juraschaf oder Elbschaf
 

Rasse-Beschreibung:
Das Schwarzbraune Bergschaf (Juraschaf bzw. Elbschaf) ist ein mittelgroßes Schaf, tief und breit gewachsen. Man unterscheidet zwei Schläge, einen dunkel- bis rötlichbraunen und einen hellbraunen, elb genannt. Sie sind als eine gemeinsame Rasse anerkannt. Das Schwarzbraune Bergschaf (Juraschaf bzw. Elbschaf) ist Widerstandsfähig und anspruchslos, es hat eine robuste, kräftige Konstition. Es eignet sich bestens zur Nutzung von Hochalpen, dort ist es standorttreu

Juraschaf Schwarzbraunes Bergschaf

     
Rasse-Merkmale: Der Kopf ist hornlos, unbewollt, mit gerader Nasenlinie und breitem Maul. Die Ohren sind mittellang und getragen. Der Körper ist tief mit gutem Wuchs und einheitlich dunkel-, rötlich oder hellbraun bewollt. Kopf und Beine sind glänzend schwarz behaart (bzw. braun bei elben Schafen). Die Brust ist tief mit guter Rippenwölbung, die Schulter gut anliegend, der Widerrist breit und geschlossen. Der Rücken ist breit, eben und fest, das Becken mittellang, breit und wenig abgezogen, die Keule gut bemuskelt. Die Gliedmassen sind trocken, kräftig, eher fein und gut gestellt, die Sprunggelenke leicht gewinkelt, die Fesseln gut tragend und federnd. Das Vlies ist dicht, geschlossen und gut gestapelt, die Wollhaare sind ausgeglichen und haben nahezu Merinocharakter.

Rasse Kennzeichen: Das Schwarzbraune Bergschaf (Juraschaf bzw. Elbschaf) ist ein frühreifes und fruchtbares Schaf mit einem hohen Anteil an Mehrlingsgeburten und einem sehr guten Mutterinstinkt. Es hat eine robuste, kräftige Konstitution, ist widerstandsfähig gegen Krankheiten und Klimaeinflüsse bei mäßigen Ansprüchen an Futter und Haltungsbedingungen.

Brunstverhalten: ganzjährige Paarungsbereitschaft

Herkunft: Es entstand aus dem schrittweisen Verschmelzen verschiedenster Schweizer Landschläge. Eines seiner Vorfahren war das Frutigschaf, das schon in Schriftstücken des 14. Jahrhunderts erwähnt wird. Durch das Einkreuzen gelber und brauner Vliesfarbe entstand das Elbe (gelbbraune) Gebirgsschaf. Zum Entstehen des Schwarzbraunen Bergschafes trug auch die Walliser Rasse Roux de Bagnes bei, ein kleines, gedrungenes, genügsames und widerstandsfähiges Schaf. 1941 wurden die verschiedenen Schläge zum Begriff Schwarzbraunes Bergschaf vereinheitlicht und sind seit 1979 in der Schweiz als Herdebuchrasse anerkannt. In österreich erhielt dieses Schaf die Bezeichnung Juraschaf (obwohl damit strenggenommen nur der schwarze Schlag gemeint ist), um es nicht mit den schwarzen und braunen Farbvarianten des Weißen (Tiroler) Bergschafes zu verwechseln. Die erste Herde Juraschafe mit etwa 100 Schafen wanderte 1977 mit den Hirten der Kooperative Longo Maï, von der französischen Schweiz über die Alpen nach Kärnten. Von dort verbreitete sich dieses Schaf dank seiner guten Eigenschaften rasch in die angrenzenden Bundesländer.

Verbreitung: Schweiz, Österreich, Deutschland

Leistungsprüfung:

Zuchtziel: Widerstandsfähigkeit und Gesundheit, Freiheit von Erbfehlern, Frühreife, Wüchsigkeit, Mastfähigkeit und gute Muttereigenschaften, hohe Milchleistung

Leistungsangaben:

Körpergewicht
in kg

Vliesgewicht
in kg

Ablammergebnis
in %

Widerristhöhe cm max.

Altböcke

 

Jährlingsböcke

 

Mutterschafe
Jährlingsschafe

 


Weitere Informationen:

Züchter in den Verbänden: LSV
Niedersachsen
LSV
Weser-Ems
Stader
Schafzuchtverb.
Lüneburger Heidschnuckenzüchter

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