Skudde

Skudde
vom Aussterben bedroht

Rasse-Beschreibung:
Die Skudde ist die kleinste deutsche Schafrasse. Sie verfügt über einen keilförmigen Kopf, der mit Stichelhaaren besetzt ist. Die Böcke tragen ein schneckenförmiges Gehörn mit ausreichendem Abstand zum Kiefer. Die weiblichen Tiere können hornlos, mit Stummelhörnern versehen oder gehörnt sein. Böcke besitzen eine Mähne. Eine Pigmentierung der Lider und des Nasenspiegels ist typisch. Der kurze, dreieckige Schwanz sollte über dem Sprunggelenk enden. Fortpflanzungs- und Aufzuchtvermögen sind wesentliche Kriterien zur Schaffung überlebensfähiger Populationsgrößen. Die Skudde bietet hierfür günstige Voraussetzungen, weil sie frühreif ist und über eine relativ lange Reproduktionsphase verfügt. In Abhängigkeit von der Jugendentwicklung können weibliche Skudden bereits im ersten Lebensjahr tragend werden. Die Skudde ist nahezu asaisonal. Im Vergleich zum Wildschaf und zu verschiedenen Hausschafrassen, die nur im Herbst, also mit abnehmender Tageslichtlänge brünstig werden, sind die Tiere dieser Rasse jahreszeitlich unabhängig deckbereit. Das Ablamm- und Aufzuchtergebnis unterliegt starken Schwankungen und streut zwischen 100 und 180 %. Die Skudde hat ein mischwolliges Vlies, d.h. es weist differenzierte Anteile von Ober- und Unterhaaren auf, die sich in den verschiedenen Wollparametern unterscheiden.Nach Erfahrungswerten beträgt der Jahreswuchs des Oberhaares ca. 15 bis 20 cm. Demgegetiüber wächst die Wolle ca. 12 cm/Jahr. Nach einer Wollwachstumszeit von einem Jahr beträgt das Schurgewicht 2,0 bis 2,5 kg bei Böcken bzw. 1,2 bis 2,0 kg bei Mutterschafen.Das Vlies besteht aus einer meist weißen Mischwolle, selten ist eine braune oder schwarze Vliesfarbe. Mehrfarbige, scheckige Vliese sind nicht erwünscht. Im Zuchtziel ist die Verbesserung der Bauchbewollung verankert.

Skudden

     
Rasse-Merkmale: Die Skudde ist eine ursprüngliche mischwollige Landschafrasse, die zur Gruppe der kurzschwänzigen, nordischen Heideschafe zählt. Ihren Ursprung hat diese Rasse in Ostpreußen und im Baltikum.Es handelt sich um das kleinste deutsche Schaf mit keilförmigem Kopf, der mit Stichelhaaren besetzt ist. Die Böcke tragen ein schneckenförmiges Gehörn mit ausreichendem Abstand zum Kiefer. Dessen Spitzen sind ein wenig nach außen gestellt. Die weiblichen Tiere können hornlos, mit Stummelhörnern versehen oder gehörnt sein. Böcke besitzen eine Mähne. Eine Pigmentierung der Lider und des Nasenspiegels ist typisch.Der kurze, dreieckige Schwanz sollte deutlich über dem Sprunggelenk enden und ist mit Borsthaaren besetzt. Das Vlies besteht aus einer meist weißen Mischwolle, seltener ist eine braune, schwarze oder graue Vliesfarbe. Mehrfarbige, scheckige Vliese sind unerwünscht.Die Brunst ist bedingt asaisonal. Die Erstzulassung kann in einem Alter von 8 bis 10 Monaten erfolgen.

Rasse Kennzeichen: weiß bis grauweiß, Böcke schneckenartige Hörner, Mutterschafe hornlos oder mit Hornstummeln

Brunstverhalten: ganzjährige Paarungsbereitschaft

Herkunft: Die ursprünglich aus dem südöstlichen Ostseeraum (Baltikum, Ostpreußen) stammende Skudde zählt zur Rassengruppe der kurzschwänzigen, mischwolligen Heideschafe Nordeuropas.Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Restbestände durch passionierte Schafzüchter und Tiergärten in Ost- und Westdeutschland erhalten.Die Herkunft der Rassenbezeichnung ist ungewiß. Lediglich Thilo (1921) führt als Deutung die Wortgleichung dürftig an.Nach Hinze (1985) kann für die Wortdeutung des Begriffs Skudde von dem litauischen Scheuchruf für Schafe skud(i) ausgegangen werden. Der Vergleich mit dem pomoramschen (kaschubischen) kut, kut, kut, einem Lockruf für Schafe aus der Gegend von Koscierzyna (Polen), sowie das Appelativum für Schaf Kutina läßt auf einen gemeinsamen slawischen Wortstamm schließen. Im Deutschen ist für das ehemalige Grenzgebiet zu Litauen Skudde sowohl in der Bedeutung Schaf bzw. weibliches Schaf als auch in der Bezeichnung einer Rasse nachgewiesen. Nach anderen Quellen wurden im Gebiet der Stadt Skuodas noch bis in die vierziger Jahre unseres Jahrhunderts primitive Landschafe gehalten. Dieser Hinweis könnte ebenfalls Informationen für die Herkunft des Wortes Skudde geben. Die vermutete Ableitung von Skudde aus Skuodas entbehrt nicht einer gewissen Logik, denn Haustierrassen werden häufig nach ihrer Ursprungslandschaft benannt (Knabe et al., 1985).

Verbreitung: Deutschlandweit

Leistungsprüfung: Die täglichen Zunahmen liegen bei Lämmern im Bereich 100 bis 150 g, die Schlachtausbeute beträgt bei einem handelsüblichen Lebendgewicht von 24 bis 30 kg 55%.

Zuchtziel: Die Züchtung eines robuste, kleinrahmigen Schafes mit besonderer Eignung zur Landschaftspflege auf mageren Standorten. Erwünscht ist eine Verbesserung der Bauchbewollung.

Leistungsangaben:

Körpergewicht
in kg

Vliesgewicht
in kg

Ablammergebnis
in %

Widerristhöhe cm max.

Altböcke

40 - 50

2,0 - 2,5

 

65

Jährlingsböcke

30 - 40

1,5 - 2,0

 

60

Mutterschafe

30 - 40

1,2 - 2,0

130 - 180

60

Jährlingsschafe

25 - 35

1,0 - 1,8

 

55


Weitere Informationen: weiter Infos und Zuchter finden Sie auf www.skudden-forum.de

Züchter in den Verbänden: LSV
Niedersachsen
LSV
Weser-Ems
Stader
Schafzuchtverb.
Lüneburger Heidschnuckenzüchter

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