Coburger Fuchsschaf

Coburger Fuchsschaf
vom Aussterben bedroht

Rasse-Beschreibung:
Diese Landschafrasse ist ursprünglich in vielen Mittelgebirgsregionen Deutschlands beheimatet gewesen (z.B. Coburger Füchse, Oberpfälzer Füchse, Westerwälder Füchse, Eifeler Füchse). Das Coburger Fuchsschaf ist ein mittelgroßes Schaf mit hornlosem, schmalen Kopf, der bis hinter die Ohren unbewollt ist, von goldgelber bis rotbrauner Farbe. Eine leichte Ramsnase ist möglich. Die Beine sind unbewollt und von gleicher Farbe wie der Kopf. Die Hinterbeinstellung ist leicht gewinkelt. Die lange Schlichtwolle hat einen Durchmesser von 32 - 36 Mikron (C- bis D-Feinheit). .

Coburger Fuchsschaf

     
Rasse-Merkmale: Das Schaf ist anspruchslos, marsch- und pferchfähig. Es eignet sich gut für rauhes, feuchtes Klima in Mittelgebirgslagen sowie für Hüte- und Koppelhaltung. Wie alle Landschafrassen, eignet sich das Rhönschaf gut für die Landschaftspflege auf nährstoffarmen Flächen. Durch Gebrauchskreuzungen mit Fleischschafrassen läßt sich die Masteignung der Lämmer und der Schlachtkörperwert verbessern.

Rasse Kennzeichen: Kopf und Beine unbewollt und rotbraun, Kopf schmal, leicht geramst

Brunstverhalten: zeitlich begrenzte Paarungsbereitschaft

Herkunft: Das Coburger Fuchsschaf gehört wie das Rhönschaf zur Gruppe der schlichtwolligen deutschen Landschafe, die ursprünglich von mischwolligen Landschafen, wie z.B. dem einst über Süddeutschland, österreich, Böhmen und Mähren weit verbreiteten Zaupelschaf abstammen. Dieses war klein von Wuchs und trug eine grobe Mischwolle mit glänzenden Grannenhaaren, deren Farbe hauptsächlich ein schmutziges Weiß, aber auch braun und schwarz sein konnte. Ausgehend von Süddeutschland wurden durch die Einkreuzung flämischer, schlichtwolliger Schafe im 16. Jahrhundert schlichtwollige Nachkommen vom Niederrhein bis nach Schlesien ausgeführt. Durch den allgemeinen Rückgang der Schafhaltung und durch Gesetze zur Rassevereinheitlichung im 20. Jahrhundert bedingt gingen vor allem viele lokale Landschafrassen und -schläge verloren. So ist das überleben des fuchsköpfigen, schlichtwolligen Landschafes dem schwäbischen Tuchmacher Otto Stritzel zu verdanken, der sich im Jahre 1934 in Oberfranken niederließ, um von den damals in dieser Gegend noch sehr zahlreichen Hauswebern gute Wollstoffe in Heimarbeit herstellen zu lassen. Aufgrund der allgemeinen Wollknappheit begann er 1938 selbst mit der Schafhaltung in einem Weiler bei Münchberg. Otto Stritzel begann seine Zucht mit Restbeständen von lokalen Fuchsschafrassen des Fichtelgebirges, der Oberpfalz und des Westerwaldes, da diese Schläge gut an das dortige Klima mit rauen, langen Wintern und kurzen, regnerischen Sommern angepasst waren. 1943 begann er seine Zucht mit 30 Fuchsschafen, die teilweise mit anderen Rassen verkreuzt waren. Er paarte die Tiere untereinander, um allmählich wieder reinblütige Füchse zu bekommen. Die Lebendgewichte der Mutterschafe lagen im Jahre 1945 durchschnittlich bei 35 kg. Zur Verbesserung der Woll- und Fleischleistung setzte Stritzel Böcke der Rasse Welsh-Mountain ein, ebenso soll er Böcke der Rassen Solognot und Texel eingesetzt haben (Zanker 1981/82).Das Coburger Fuchsschaf wurde 1966 als Mittelgebirgsrasse durch die DLG anerkannt.

Verbreitung: hessischen, bayerischen und thüringischen Rhön

Leistungsprüfung: Die täglichen Zunahmen liegen bei Schlachtlämmern im Bereich von 250 - 300 g, das handelsübliche Lebendgewicht bei rund 38 - 40 kg.

Zuchtziel: Züchtung eines widerstandsfähigen, genügsamen, pferchfähigen Landschafes mit besonderer Eignung zur Koppel- und Hütehaltung in den rauhen Mittelgebirgslagen. Erhaltung der regionalen Rasseschläge.

Leistungsangaben:

Körpergewicht
in kg

Vliesgewicht
in kg

Ablammergebnis
in %

Widerristhöhe cm max.

Altböcke

 

Jährlingsböcke

 

Mutterschafe
Jährlingsschafe

 


Weitere Informationen:

Züchter in den Verbänden: LSV
Niedersachsen
LSV
Weser-Ems
Stader
Schafzuchtverb.
Lüneburger Heidschnuckenzüchter
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