Zaupelschaf = Cikta-Schafe

Zaupelschaf = Cikta-Schafe
 

Rasse-Beschreibung:
Im Schäfereikalender 2002 wird zum erstenMal die Rubrik Zaupelschaf mit dem Züchter Freilichtmuseum Illerbeuren aufgeführt. Das Zaupelschaf gilt als ausgestorben. In seinem Artikel in der Arche Nova 2/2000 Das Zaupelschaf ist zurück...? machte Peter Neugebauer darauf aufmerksam, dass das schwäbische Freilichtmuseum Illerbeuern ungarische Cikta-Schafe importiert hat und diesedurch die Bayerische Herdbuchgesellschaft als Zaupelschafe ins Herdbuch eintragen ließ.Das Zaupelschaf gilt als ausgestorben! Die letzten Tiere dürften um 1900 verschwun-den sein. Zaupelschafe waren im Mittelalter die meist verbreitetste Schaf-Rasse in Mitteleuropa. Im 18. Jahrhundert zogen Schafe dieser Rasse mit deutschen Auswanderern von der schwäbischen Alb nach Südosteuropa.Dadurch entwickelten sich in Deutschland,Tschechien und Ungarn verschiedene separate Populationen des Zaupelschafes weiter. Das heißt, es gibt nicht mehr eine Rasse Zaupelschaf sondern drei Rassen, die auf diesen ursprünglichen Typ zurückgehen. Auf der Basis dieser Erkenntnis wurde 1991 beschlos-sen, die drei noch bestehenden Populationen das Waldschaf in Bayern, das Sumavska ovceimheutigen Tschechien und das Cikta-SchafinUngarn als eigenständige Rassen zu führenund den Begriff Zaupelschaf nicht mehr als Rassenamen sondern als Oberbegriff für diedrei verschiedenen Rassen gleichen Ursprungs zu verwenden.

Cikta-Schafe

     
Rasse-Merkmale: Typisch für die Cikta-Schafe sind die flache Stirn, der kleine Kopf mit kleinen Ohren und die Behornung. Auch das heute gelegentlich noch vorkommende Waldschaf und das Steinschaf sind vermutlich nähere Verwandte der ausgestorbenen Rasse.

Rasse Kennzeichen:

Brunstverhalten: zeitlich begrenzte Paarungsbereitschaft

Herkunft: Mit der Entscheidungsfreiheit einfacher Bauern war es im 16. Jahrhundert noch nicht weit her. Bei Strafe soll es im Jahr 1536 Herzog Ulrich von Württemberg per Dekret verboten haben, das Zaupelschaf zu halten. Zu grob war dessen Wolle, zu mager der Fleischertrag. In Bayern aber war die Schafrasse noch vor 200 Jahren sehr beliebt und weit verbreitet. über 200.000 der Tiere soll es Mitte des 19. Jahrhunderts innerhalb der bayerischen Grenzen gegeben haben, wie die Gesellschaft zu Erhaltung gefährdeter Haustierrassen (GEH) zu berichten weiß. Zaupelschafe waren anspruchslos, sehr robust, und wurden einfach mit Schweinen und Kühen auf die Weide getrieben. Seine raue, filzige Wolle wurde dem Zaupelschaf zum Verhängnis. Vor mindestens 100 Jahren ist es ausgestorben, sagt Hans Hinrich Sambraus, Professor für Verhaltenskunde und Tierhaltung an der Technischen Universität München, und zwar ersatzlos ausgestorben. Verdrängt wurde es ab etwa 1800 vom feinwolligen Merinoschaf, das sich von Spanien aus in ganz Europa verbreitete. Andere Rassen wurden in das Zaupelschaf gekreuzt, so lange, bis den Namen kaum noch jemand kannte. Wer sich heute eine Vorstellung davon machen möchte, wie das Zaupelschaf ausgesehen hat, kann dem schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren einen Besuch abstatten. Dort gibt es eine kleine Herde von Tieren, die noch das Blut des Zaupelschafs in sich tragen: Cikta-Schafe. Vor wenigen Jahren entdeckte sie der damalige Bezirkstagspräsident Schwabens in Ungarn und ließ sie in das Freilichtmuseum bringen. Vermutlich waren es schwäbische Auswanderer gewesen, die vor langer Zeit Zaupelschafe aus ihrer Heimat in die Fremde mitgenommen haben.

Verbreitung: Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren / (geöffnet ab 1. März) / Museumsstr. 8 / 87758 Kronburg / Tel: 08394-1455 / www.bauernhofmuseum.de

Leistungsprüfung:

Zuchtziel:

Leistungsangaben:

Körpergewicht
in kg

Vliesgewicht
in kg

Ablammergebnis
in %

Widerristhöhe cm max.

Altböcke

 

Jährlingsböcke

 

Mutterschafe
Jährlingsschafe

 


Weitere Informationen:

Züchter in den Verbänden: LSV
Niedersachsen
LSV
Weser-Ems
Stader
Schafzuchtverb.
Lüneburger Heidschnuckenzüchter

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